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Tod von Kobe Bryant:"Es gibt nicht genug Worte, um unseren Schmerz zu beschreiben"

Witwe von US-Basketballstar Kobe Bryant - ´wir sind völlig zerstö

Kobe Bryant mit seiner Ehefrau Vanessa Bryant (links) und den Töchtern Natalia und Gianna 2018. Am Sonntag starben der Basketballer und Gianna bei einem Hubschrauber-Unglück.

(Foto: dpa)
  • "Danke für all die Gebete. Wir brauchen sie definitiv", schrieb Vanessa Bryant auf Instagram.
  • Drei Tage nach dem tragischen Hubschrauberunglück mit insgesamt neun Toten wurden Bryant und drei Begleiter identifiziert.
  • In zehn Tagen soll ein vorläufiger Bericht zur Unfallursache vorliegen.

Die Witwe von US-Basketballstar Kobe Bryant hat sich vier Tage nach dem tragischen Hubschrauberunglück mit insgesamt neun Toten erstmals öffentlich zu Wort gemeldet. "Meine Mädchen und ich möchten den Millionen Menschen danken, die in dieser schrecklichen Zeit Unterstützung und Liebe gezeigt haben", schrieb Vanessa Bryant auf Instagram. "Danke für all die Gebete. Wir brauchen sie definitiv." Nach dem plötzlichen Verlust ihres Mannes - "der großartige Vater unserer Kinder" - und ihrer "schönen, süßen Gianna" seien sie "völlig zerstört".

"Es gibt nicht genug Worte, um unseren Schmerz zu beschreiben", schrieb Vanessa Bryant weiter. Die vierfache Mutter stellte zu dem Eintrag ein Familienfoto des Ehepaares mit seinen vier Töchtern. Zur Familie Bryant gehören neben der verstorbenen 13-jährigen Gianna Natalia, 17, Bianka, 3, und die im vorigen Juni geborene Capri. Die 37-jährige Mutter bat um Rücksicht auf ihre Privatsphäre, um mit dieser "neuen Realität" umzugehen. Sie drückte auch ihre Trauer für die Angehörigen der bei dem Absturz getöteten sieben weiteren Insassen aus.

Nach dem Unglück wurde Bryant inzwischen identifiziert. Die Obduktion der von der Unfallstelle geborgenen Leichen habe auch den Tod des Baseball-Trainers John Altobelli, des 50-jährigen Piloten und einer 45 Jahre alten Frau bestätigt, teilte die Gerichtsmedizin in Los Angeles am Mittwoch mit.

Die Gruppe befand sich auf dem Weg vom John Wayne International Airport zu einem Basketballturnier in der Mamba-Sportakademie, als der Helikopter bei Nebel nordwestlich von Los Angeles über hügeligem Gelände abstürzte. Alle Insassen kamen ums Leben.

"Seit langem nicht mehr so einen scharfen Schmerz gefühlt"

Den Ermittlungen der US-Behörde für Transportsicherheit (NTSB) zufolge prallte der Hubschrauber mit großer Geschwindigkeit auf den Boden. Jennifer Homendy von der NTSB sprach von einem Absturz mit "hoher Aufprallenergie". Der Pilot habe demnach versucht, aus einer Wolkenschicht herauszufliegen. Der Helikopter des Typs Sikorsky S-76 schlug in einer Höhe von etwa 330 Metern über dem Meeresspiegel in hügeligem Gelände auf.

Die Experten wollen in zehn Tagen einen vorläufigen Bericht vorlegen. Mit einem abschließenden Ergebnis und der Unfallursache sei aber erst in zwölf bis 18 Monaten zu rechnen, sagte Homendy.

Basketball-Legende Shaquille O'Neal erinnerte im Fernsehen unter Tränen an seinen verstorbenen Teamkollegen Bryant. "Ich habe seit Langem nicht mehr so einen scharfen Schmerz gefühlt", sagte der 47-Jährige in der Sendung "NBA on TNT". Er habe zwei Großmütter verloren und seine Schwester. "Und jetzt einen kleinen Bruder."

Los Angeles Lakers trainieren wieder

Die Los Angeles Lakers nahmen nach dem Tod ihres früheren Superstars wieder das Training auf. "Wir wollen das verkörpern, was Kobe immer ausgezeichnet hat. Wir wollten ihn immer stolz machen, und daran hat sich nichts geändert", sagte Trainer Frank Vogel.

Die NBA-Mannschaft, für die Bryant 20 Jahre lang aufgelaufen war und fünf Meistertitel holte, bestreitet ihr nächstes Spiel am Freitag (Ortszeit) gegen die Portland Trail Blazers. Das ursprünglich für Dienstag angesetzte LA-Stadtderby gegen die Los Angeles Clippers war verschoben worden.

Unterdessen ist außerhalb des Trainingsgeländes eine Erinnerungswand für den tödlich verunglückten Bryant auf fast die gesamte Länge des Gebäudes angewachsen. In den vergangenen drei Tagen haben die Fans viele Fotos und Erinnerungen dort hinterlassen.

© SZ/dpa/AP/afis/mkoh
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