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Tod des Ex-Basketballprofis:Bryants Helikopter krachte bei Nebel in Berghang

Kobe Bryant gestorben

Feuerwehrleute sind an der Absturzstelle im Einsatz.

(Foto: dpa)
  • Beim Helikopterabsturz, bei dem Kobe Bryant ums Leben kam, sorgte dichter Nebel für schwere Sicht.
  • Fluglotsen sollen vor der Gefahr gewarnt haben.
  • Das schwierigere Terrain erschwert die Bergungsarbeiten an der Absturzstelle.

Nach dem Unfalltod von Ex-Basketballprofis Kobe Bryant und dessen 13-jähriger Tochter Gianna gibt es neue Details zu den Umständen der Tragödie. Der Unglückshelikopter mit Bryant und acht weiteren Insassen an Bord sei am Sonntagmorgen nahe Los Angeles bei Nebel unterwegs gewesen, teilten Behördenvertreter mit. Die Bedingungen seien sogar als so gefährlich eingestuft worden, dass die lokale Polizei ihre eigenen Hubschrauber am Boden belassen habe.

Kurz nach 9 Uhr Ortszeit hob Bryants Helikopter von Santa Ana im Bezirk Orange County im Süden von Los Angeles ab, wie aus Daten des Flugdienstes Flightradar24 hervorgeht. Dann kreiste er eine Weile östlich der Autobahn nahe Glendale. Fluglotsen hätten auf schlechte Sichtverhältnisse rund um Burbank im Norden sowie Van Nuys im Nordwesten hingewiesen. Der Pilot Kurt Deetz, der Bryant früher per Helikopter flog, sagte, als Unglücksursache sei schlechtes Wetter wahrscheinlicher als Probleme mit dem Triebwerk oder der Mechanik.

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Wie der Sender CNN unter Berufung auf Mitschnitte des Funkverkehrs berichtet, hatte der Helikopter die Erlaubnis eingeholt, unter speziellen Regelungen für schlechte Sicht zu fliegen. Dabei soll der Pilot auch um eine engere Betreuung per Funk gebeten haben, um sich sozusagen vom Tower lotsen zu lassen. Jedoch sei dies offenbar nicht möglich gewesen, da der Helikopter bereits zu niedrig unterwegs gewesen sei, um vom Flugradar erfasst zu werden.

Gegen 9.45 Uhr stieg Bryants Hubschrauber vom Typ Sikorski S-76 mehr als 600 Meter in die Höhe, sank ab und krachte laut Flightradar24 in einen Berghang. Der Absturzort liegt in Calabasas, rund 48 Kilometer nordwestlich von der Innenstadt von L.A. Bryants Mamba-Sportakademie im nahen Thousand Oaks hielt am Sonntag ein Basketballturnier ab.

Der Gerichtsmediziner des Bezirks Los Angeles, Jonathan Lucas, sagte, das felsige Terrain erschwere die Bergung der Leichen. Es dürfte mindestens ein paar Tage dauern, bis der Einsatz abgeschlossen sei. Gutachter der Bundesbehörde für Transportsicherheit (NTSB) sind an der Unfallstelle im Einsatz. Sie werden unter anderem die bisherige Laufbahn des Piloten, die Wartungsgeschichte des Helikopters sowie Dokumente von Besitzer und Betreiber prüfen, wie NTSB-Vorstand Jennifer Homendy auf einer Pressekonferenz mitteilte.

© SZ.de/AP/jael/lot
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