Brauchtum auf Borkum„Ich hoffe sehr, dass eine gewisse Selbsteinsicht einkehrt“

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Junge, unverheiratete Männer verkleiden sich mit Masken, Schafsfellen und Vogelfedern als sogenannte Klaasohms. In der Vergangenheit kam es in den Nächten zum 6. Dezember immer wieder zu Gewalt gegenüber Frauen (Archivfoto).
Junge, unverheiratete Männer verkleiden sich mit Masken, Schafsfellen und Vogelfedern als sogenannte Klaasohms. In der Vergangenheit kam es in den Nächten zum 6. Dezember immer wieder zu Gewalt gegenüber Frauen (Archivfoto). (Foto: Reinhold Grigoleit/picture alliance/dpa)

Jahrzehntelang wurden am Nikolaustag beim „Klaasohm“ auf Borkum Frauen mit Kuhhörnern geschlagen. Der Ethnologe Thomas Hauschild erklärt, warum der Brauch sich ändern muss.

Von Ulrike Nimz und Jana Stegemann

Der Ethnologe Thomas Hauschild, 70, ist emeritierter Professor der Kultur- und Sozialanthropologie. Weltweit forschte er zu Ritualen, Magie und politischen Kulten. Sein Buch „Weihnachtsmann: Die wahre Geschichte“ gilt als Standardwerk. Als einer der wenigen Klaasohm-Experten war er mehrfach auf Borkum, um das Fest wissenschaftlich zu erforschen. Ein Gespräch über verschworene Inselgemeinschaften und darüber, warum wir ohne Bräuche Monster wären.

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Borkum feiert Klaasohm, mit Kuhhörnern und seit Neuestem ohne Frauen zu schlagen. Woher der Brauch kommt, weiß niemand so genau. Nur dass es um alles geht.

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