Klaasohm auf BorkumWo Frauen mit einem Kuhhorn geschlagen wurden

Lesezeit: 3 Min.

Borkumer Jungs unter sich: Zum Schluss springen die Klaasohms ins Publikum.
Borkumer Jungs unter sich: Zum Schluss springen die Klaasohms ins Publikum. (Foto: Lars Penning/dpa)

Der Borkumer Nikolausbrauch „Klaasohm“ soll künftig ein Familienfest sein – ohne Übergriffe gegen Frauen. Ein Blick in die fast zweihundertjährige Geschichte zeigt: Immer wieder nutzten Männer die wilde Winternacht für Gewalt.

Von Ulrike Nimz und Jana Stegemann

Im schwindenden Licht des 5. Dezember erhebt sich der „Klaasohm“ aus dem Sand der Insel, ein maritimes Mischwesen, ein Dünendämon, Möwenfedern zieren das furchterregende Haupt. Mit seinem Gefolge tobt er durch die Kneipen und Stuben Borkums. Von jetzt an gehört die Nacht den Maskierten. Kinder und Alte werden belohnt. Junge Frauen, die nicht schnell genug rennen, werden versohlt. So wie es angeblich die Walfänger taten, um den Müttern und Töchtern der Insel Gehorsam einzubläuen.

Zur SZ-Startseite

Brauchtum auf Borkum
:„Ich hoffe sehr, dass eine gewisse Selbsteinsicht einkehrt“

Jahrzehntelang wurden am Nikolaustag beim „Klaasohm“ auf Borkum Frauen mit Kuhhörnern geschlagen. Der Ethnologe Thomas Hauschild erklärt, warum der Brauch sich ändern muss.

SZ PlusVon Ulrike Nimz und Jana Stegemann

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: