Kirche - Freinsheim:Kirchengemeinde führt Spende per Handy-App ein

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Freinsheim/Trier/Magdeburg (dpa/lrs) - Kirchengemeinden suchen nach neuen Möglichkeiten, um Gläubigen das Spenden zu erleichtern und die Digitalisierung zu nutzen. In der protestantischen Gemeinde Freinsheim (Landkreis Bad Dürkheim) gibt es nun die in den Niederlanden bereits verbreitete "Givt"-App: Sie ermöglicht Gottesdienstbesuchern, die Spende direkt vor Ort mit dem Handy zu leisten. Anders als beim "digitalen Klingelbeutel", der 2018 in Berlin eingeführt wurde, ist dafür keine EC- oder Kreditkarte erforderlich. Auch ein WLAN-Netz wird nicht benötigt.

Pfarrer Martin Palm hatte nach Urlaubserfahrungen im Ausland die Idee dazu. Die Pandemie habe der Sache einen "zusätzlichen Schub" gegeben. Laut Marie Sirrenberg, Geschäftsführerin der AMOS IT GmbH, die "Givt" in Deutschland betreibt, befindet sich die App seit Herbst in Deutschland in der Pilotphase. Genutzt werde sie bislang in 15 Gemeinden, unter anderem in Greifswald, Aachen und Karlsruhe. In diesem Jahr wolle man mit mehreren Landeskirchen und Gemeindeverbänden Pilotprojekte zum digitalen Spenden mit Givt starten.

In den katholischen Kirchen in Rheinland-Pfalz und im Saarland sind derartige Apps noch nicht verbreitet. Simone Bastreri von der Bischöflichen Pressestelle Trier weist jedoch darauf hin, dass man für dieses Thema aufgeschlossen sei. So werde das Bistum künftig einen Digitalisierungsbeauftragten haben, "zu dessen Arbeit sicherlich auch die Frage nach digitalen Möglichkeiten des Fundraising und der Spendensammlung gehören wird".

© dpa-infocom, dpa:220117-99-735346/2

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB