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Kirche - Dresden:Bistum Dresden-Meißen setzt Strukturreform fort

Dresden (dpa/sn) - Das Bistum Dresden-Meißen setzt seine Strukturreform mit der Gründung einer neuen Pfarrei fort. Wie das Bischöfliche Ordinariat am Dienstag mitteilte, gründet Bischof Heinrich Timmerevers zum 1. Juni in Dresden die Pfarrei "Selige Märtyrer vom Münchner Platz Dresden". Die künftige Großpfarrei mit rund 8900 Katholiken setzt sich den Angaben zufolge aus den bisherigen Pfarreien St. Petrus (Dresden-Strehlen), St. Paulus (Dresden-Plauen), Heilig Geist/St. Antonius (Dresden-Löbtau) und St. Marien (Dresden-Cotta) zusammen. Pfarrkirche wird die Kirche St. Paulus.

Wegen der Einschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie wird es keinen Festgottesdienst geben. Der Gottesdienst und das anschließende Pfarrfest sollen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, hieß es. Am Pfingstmontag werde in allen Gemeinden der neuen Pfarrei ein Pfingstgottesdienst stattfinden. Die Heilige Messe wird der künftige leitende Pfarrer Pater Slawomir Rakus feiern. Diese soll per Livestream im Internet übertragen werden.

Der Name der neuen Pfarrei geht auf sechs polnische Märtyrer zurück, die Papst Johannes Paul II. im Jahr 1999 selig gesprochen hatte. Bruder Grzegorz Boleslaw Frackowiak vom Orden der Steyler Missionare und fünf Jugendliche aus Poznań waren 1942/43 am Münchner Platz in Dresden hingerichtet worden. Der Ort gehört zum Gebiet der Gemeinde St. Paulus.

Im Zuge eines Strukturprozesses sollen die Pfarreien im Bistum bis 2021 zu größeren Gemeinden zusammengelegt werden. Seit Dezember 2017 hat es 18 Neugründungen von Pfarreien im Bistum gegeben.

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