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Katholische Kirche:Erzbistum Paderborn ist reicher als Köln

  • Das Erzbistum Paderborn veröffentlicht erstmals eine Bilanzzahlen.
  • Es verfügt über fast vier Milliarden Euro - und damit über ein größeres Vermögen als Köln.

Seit dem Skandal um den ehemaligen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst bemühen sich die deutschen Bistümer um Transparenz. Auch das Erzbistum Paderborn veröffentlicht jetzt erstmals seine Bilanzzahlen - es verfügt über fast vier Milliarden Euro. Zum Vergleich: Köln hatte 2013 ein Gesamtvermögen von 3,3 Milliarden Euro verzeichnet.

Der Jahresgewinn lag 2014 bei insgesamt 41,5 Millionen Euro. "Diese Mittel machen die tägliche Arbeit in Seelsorge und Caritas für die 1,6 Millionen Katholiken möglich und kommen auch den Menschen außerhalb der Kirche zugute", sagte Generalvikar Alfons Hardt der Nachrichtenagentur dpa.

Woher kommt das Vermögen?

Durch Kirchensteuern nahm das Erzbistum im vergangenen Jahr 376 Millionen Euro ein. Der Großteil des Bistumsvermögens besteht aber aus Wertpapieren und Immobilien - etwa Schulen. Mit zweckgebundenen Rücklagen über 2,6 Milliarden Euro werden spätere Pensionszahlungen an Priester oder Lehrer abgesichert. Ein weiterer großer Posten ist für den Erhalt der mehr als 3000 Gebäude in den Kirchengemeinden reserviert. Die Hälfte davon steht unter Denkmalschutz.

Wofür wird das Geld verwendet?

Alle Ausgaben werden in dem Bericht genau aufgeschlüsselt. 52 Prozent flossen 2014 direkt an die Kirchengemeinden. An soziale Projekte wie Obdachlosenhilfe und Drogenberatung gingen 12,8 Prozent. Weitere Posten auf der Ausgabenseite sind Verwaltung (6,8 Prozent), Kindertagesstätten (5,2 Prozent) oder Schulen (4,4 Prozent). In den nächsten Jahren soll es im Haushalt kleinere Veränderungen geben. Das Bistum will zum Beispiel mehr Geld für Flüchtlingshilfe ausgeben.