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Sturmtief "Bennet":Rosenmontagsumzüge in mehreren Bundesländern abgesagt

Die größten Umzüge in Köln, Düsseldorf und Mainz trotzen den Sturmböen mit Einschränkungen. In Hessen, Bayern und Baden-Württemberg fallen manche Veranstaltungen dem Wetter zum Opfer.

Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg

Die Narren haben an Rosenmontag Sturmtief Bennet die Stirn geboten. Der größte deutsche Karnevalszug in Köln startete pünktlich um 10.00 Uhr - unter vorübergehend blauem Himmel. Etwas später folgte der Start des Rosenmontagszugs in Mainz. Die Düsseldorfer hatten den Beginn ihres Zugs zeitlich etwas nach hinten geschoben, um den schlimmsten Sturmböen zu entgehen.

Rosenmontag

Die Jecken im Rheinland trotzen dem Sturm

Die Kölner verzichteten allerdings auf tragbare Großfiguren, Fahnen, Schilder, Pferde und Kutschen. Auch Mainz ließ die Pferde im Stall. In Bottrop wurde der Zug abgesagt. "Das ist natürlich für die vielen Engagierten schwer zu verdauen", sagte Oberbürgermeister Bernd Tischler. Die Gefahr durch den Sturm sei aber zu groß. In Duisburg sollte der Zug später beginnen, ebenso wie in Koblenz, Ratingen, Aachen und Münster. In Graben-Neudorf (Kreis Karlsruhe) wurde der Umzug abgesagt, wie die Gemeindeverwaltung mitteilte. Auch in Hattingen gab es wegen des Sturmes keinen Karnevalszug. In Böblingen musste er ohne die geplanten Umzugswagen stattfinden.

Hessen

Im hessischen Seligenstadt, nahe Offenbach, wurde einer der größten und traditionsreichsten Umzüge im Rhein-Main-Gebiet abgesagt. Angaben des Veranstalters zufolge waren 40 000 Zuschauer erwartet worden. Kurz vor dem Start ist auch der Rosenmontagszug in Fulda wegen Sturmgefahr doch noch abgesagt worden. Die Fuldaer Karneval-Gesellschaft kam Polizeiangaben zufolge zu der Einschätzung, dass es nach aktuellen Wetterprognosen unverantwortlich wäre, den Zug auf die Strecke gehen zu lassen.

Bayern

Auch in Augsburg mussten die Narren am Rosenmontag auf ihre Open-Air-Feier auf dem Rathausplatz verzichten. Die Auftritte der Faschingsgesellschaften auf der Bühne des Rathausplatzes könnten nicht stattfinden, berichtete die Verwaltung. "Auch die Fahrgeschäfte und Buden bleiben geschlossen."

Wie wirkt sich "Bennet" auf den Verkehr aus?

Am Montagvormittag wurden vor allem in Nordrhein-Westfalen schwere Sturmböen gemessen. Die mit 97 Stundenkilometern stärkste Böe registrierte der Deutsche Wetterdienst in Bad Lippspringe in Westfalen: Sie entspricht Windstärke 10 ("schwerer Sturm"). Auch im Nordosten Deutschlands sorgt Bennet für Unruhe. Bennet". AM Berliner Flughafen Schönefeld musste wegen der starken Böen die Abfertigung am Montagnachmittag kurzzeitig aus Sicherheitsgründen eingestellt werden, wie ein Sprecher mitteilte. Infolge kam es zu verspäteten Flügen - Starts und Landungen in Schönefeld waren nicht betroffen. Von der Küste bis nach Bayern hat das Sturmtief für kleinere Verkehrsstörungen gesorgt, etwa durch auf Gleise gefallene Bäume.

© SZ.de/dpa/ick/pvn
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