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Kalifornien:Harrison Ford: "Sollte dieses Passagierflugzeug da unter mir sein?"

Der Hollywoodstar hat einem Medienbericht zufolge bei der Landung mit seinem Flugzeug beinahe einen schweren Unfall verursacht, weil er Rollbahn mit Landebahn verwechselte.

In der Weltraum-Saga Star Wars geht Harrison Fords Alter Ego Han Solo nicht zimperlich mit seinem Fluggerät um. Die Landungen mit seinem schrottreifen Millenium Falken geraten selten geschmeidig, sondern meist rumpelig.

Auch im wahren Leben ist Ford eher für riskante Flugmanöver bekannt: Am vergangenen Montag soll der Hollywoodstar dem Fernsehsender NBC zufolge bei der Landung auf einem kalifornischen Flughafen haarscharf einem schweren Unfall entgangen sein. Fords Sprecher wollte sich zwar nicht zu dem Bericht äußern. Der Sender berief sich aber auf Aufnahmen aus dem Kontrollzentrum des John Wayne Airport in der Nähe von Los Angeles.

Demnach soll der 74-Jährige beim Anflug auf den Flughafen in Orange County eine Rollbahn mit einer Landebahn verwechselt haben und sei daraufhin über eine Boeing 737 mit 116 Insassen hinweggeflogen. Sein riskantes Manöver kommentierte er NBC zufolge ganz süffisant im Stile Han Solos: "Sollte dieses Passagierflugzeug da unter mir sein?"

Harrison Fords Oldtimer-Maschine nach einer Bruchlandung auf einem Golfplatz im Jahr 2015.

(Foto: AP)

Der Sprecher der Flugsicherheitsbehörde, Ian Gregor, sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Vorfall werde untersucht. Die Namen der Beteiligten an Zwischenfällen im Flugverkehr nenne seine Behörde grundsätzlich nicht. Betrachtet man Fords Unfallregister, ist es aber nicht unwahrscheinlich, dass der Schauspieler am Steuer des Flugzeugs saß.

1999 setzte er bei einer Flugschau seinen Hubschrauber äußerst unsanft auf den Boden. Ein Jahr später schlitterte er mit einer Maschine bei einer Notlandung über die Piste eines Airports im US-Bundesstaat Nebraska. Vor zwei Jahren brach sich der passionierte Sammler von Oldtimer-Maschinen bei einer Bruchlandung mit einem Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg auf einem Golfplatz in Santa Monica einen Arm und erlitt zudem leichtere Kopfverletzungen.

Gregor führte aus, dass die Fluglotsen einer einmotorigen Maschine vom Typ Aviat Husky am Montagnachmittag Landeerlaubnis auf der Bahn 20L des Flughafens erteilt hätten. Der Pilot habe die Anweisungen auch "richtig" wiederholt, sei dann aber auf einer "parallel verlaufenden" Rollbahn gelandet und habe dabei eine Boeing 737 überflogen. Laut NBC konnte die Boeing dennoch nur wenige Minuten später sicher nach Dallas starten - verletzt wurde niemand.

Eigenen Aufzeichnungen zufolge hat Ford schon mehr als 5200 Flugstunden absolviert. Er darf mit Flugzeugen, Wasserflugzeugen und Hubschraubern starten.

© SZ.de/afp/dit/fued

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