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Käßmann dementiert Affäre mit Schröder:Wo die Liebe nicht hinfällt

Dementieren, ignorieren, Gegengerüchte streuen? Mit angeblichen Liebschaften umzugehen, ist für viele Prominente nicht leicht. Die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann geht in einem Interview nun in die Offensive - und dementiert Gerede über eine Verbindung zu Altkanzler Schröder.

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Beweist Ironie: Margot Käßmann äußert sich zu einer angeblichen Beziehung zu Gerhard Schröder.

(Foto: dpa/SZ.de)

Wer im Licht der Öffentlichkeit steht, hat es mit der Suche nach der Liebe nicht immer leicht - vor allem, wenn einem die Medien laufend Affären andichten. Viele prominente Singles kennen es wohl zu gut, wenn sie in Interviews mit dieser oder jener angeblichen Liebelei konfrontiert werden. Da hilft nur Ignorieren oder Dementieren. Dass sich auch Margot Käßmann nach ihrer Scheidung vor knapp vier Jahren wieder neu verliebt, ist ja vollkommen legitim. Aber in Gerhard Schröder?

In einem Interview mit der Zeitschrift Frau im Spiegel musste sich die frühere EKD-Ratsvorsitzende diese Woche derartige Fragen zu ihrem Privatleben gefallen lassen. Vor Affärenunterstellungen bleiben eben selbst Kirchenvertreterinnen nicht verschont. In Käßmanns Fall ging es um eine angebliche Beziehung zu Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder - was die 53-Jährige entschieden zurückwies.

Eine solche Verbindung hätte wohl allein von Käßmanns Zeitmanagement her nur wenig Chancen: Sie habe Gerhard Schröder seit drei, vier Jahren überhaupt nicht gesehen, sagte die Pastorin in dem Interview. Da bleibt wohl selbst für eine erfundene Affäre zu wenig Zeit.

Doch Margot Käßmann blieb trotz der indiskreten Fragerei gelassen: "Über all solchen Gerüchte-Unfug kann ich nur den Kopf schütteln." Ironisch statt verletzt ihr Kommentar über Kontakte zur SPD-Prominenz: "Bei Sigmar Gabriel hätte ich's vielleicht noch nachvollziehen können, den habe ich in Berlin zumindest mal getroffen."

Seit Käßmann sich im August 2007 nach 26 Jahren Ehe von ihrem Mann Eckhard Käßmann scheiden ließ, werden ihr hin und wieder diverse Anbandelungsversuche angedichtet. Doch Käßmann, die nach ihrer Brustkrebserkrankung im Sommer 2006 und ihrem Rücktritt von allen kirchlichen Ämtern 2010 schon viel durchmachen musste, hat auch Erfreuliches zu vermelden: Am 27. April wird sie als Lutherbotschafterin der Evangelischen Kirche für das Reformationsjubiläum eingeführt.

Außerdem werde sie demnächst zum ersten Mal Großmutter, sagte sie der Zeitschrift. Diese erfreuliche Nachricht dürfte Käßmann für ihre anstehenden kirchlichen Aufgaben Kraft geben: "Darauf freue ich mich sehr. Alle, die Enkelkinder haben, sagen, dass du dann eine ganz andere Freude am Kind hast, weil du nicht mehr so unter Druck stehst, wie beim eigenen Nachwuchs."