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Kälteeinbruch:Erstes Todesopfer in Deutschland - Dutzende Kälte-Tote in Osteuropa

Sibirien-Hoch "Cooper" trägt eisige Luft aus dem äußersten Osten Russlands bis weit in den Westen - mit gravierenden Folgen: In Brandenburg ist eine Frau nach einem Sturz in einen Wassergraben erfroren. In Polen, Rumänien und im Baltikum starben in den vergangenen Tagen bereits Dutzende Menschen durch die extremen Minusgrade.

Die eisigen Temperaturen in Deutschland haben offenbar ein erstes Todesopfer gefordert. In Brandenburg ist nach Polizeiangaben in der Nacht zum Sonntag eine 55-jährige Fußgängerin erfroren, nachdem sie in einen Wassergraben gefallen war. Sie hatte sich bei Leegebruch im Landkreis Oberhavel zunächst aus eigener Kraft wieder ans Ufer gerettet, war dann aber gestorben. Ein Jagdpächter fand die Leiche am Montagmorgen auf einem Feldweg.

In Osteuropa hat der Kälteeinbruch in den vergangenen Tagen bereits knapp 30 Menschen das Leben gekostet. In Polen starben am Wochenende bei Temperaturen von bis zu minus 27 Grad zehn Menschen, wie die Polizei mitteilte. Bei den meisten Kälte-Toten handelt es sich demnach um Obdachlose und ältere Menschen.

Schneestürme in Bulgarien fordern Todesopfer

Im nordöstlichen Nachbarland Litauen starben am Wochenende nach Behördenangaben mindestens drei Menschen. In Tschechien wurde ein 26-Jähriger erfroren auf einem Feld gefunden.

In Rumänien gab es seit Sonntag laut Behörden insgesamt vier Kälte-Tote. Seit Donnerstag starben damit bereits sechs Menschen an den niedrigen Temperaturen. Unter den jüngsten Opfern war auch eine 80-jährige Frau, die tot in ihrem Garten gefunden wurde. In der vergangenen Woche waren bereits zwei Menschen gestorben, als sie auf Krankenwagen gewartet hatten, die im Schnee stecken geblieben waren.

Bei Schneestürmen in Bulgarien kamen in der vergangenen Woche fünf Menschen ums Leben, wie lokale Medien am Montag berichteten. Auch in Serbien starben am Wochenende mehrere Menschen an Unterkühlung. In den kommenden Tagen sollen die Temperaturen weiter sinken.

© Süddeutsche.de/AFP/dapd/jkz/jobr

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