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Kachelmann-Prozess:Geld für die Exfreundin?

Jörg Kachelmanns Anwalt vermutet, "Focus" und "Bild am Sonntag" hätten die Ex-Geliebte des Moderators für Informationen bezahlt - der Rechtsbeistand will wissen, wie viel Geld floss.

Im Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann hat die Verteidigung die Berichterstattung von Focus und Bild am Sonntag kritisiert.

Kachelmann-Prozess

Schwere Vorwürfe gegen Ex-Geliebte: Anwalt Johann Schwenn mit seinem Mandanten Jörg Kachelmann im Landgericht in Mannheim.

(Foto: dpa)

Kachelmanns Anwalt Johann Schwenn beantragte vor dem Landgericht Mannheim, die Chefredaktionen der beiden Blätter sollten die Vergütungsvereinbarung mit einer angeblichen Schweizer Ex-Geliebten des 52-Jährigen offenlegen, "um eine drohende Durchsuchung abzuwenden".

In der Vergangenheit hatte Schwenn bereits vergeblich beantragt, die Redaktionen von Focus und Bunte zu durchsuchen. Schwenn geht davon aus, dass die Frau "Informationsquelle" für Berichte in beiden Blättern Anfang März war. Darin waren Details eines Treffens der Frau mit Kachelmann geschildert worden. Schwenn warf ihr außerdem vor, sie habe nur Geschäfte machen wollen.

Die Schweizerin hatte sich geweigert, vor einem deutschen Gericht auszusagen und war Mitte Februar in Zürich unter Ausschluss der Öffentlichkeit vernommen worden. Richter, Staatsanwälte und Verteidigung aus Mannheim waren dazu eigens in die Schweiz gereist. Am 32. Verhandlungstag sollte eine weitere Ex-Geliebte vernommen werden. Sie soll über ihre - wohl schon länger zurückliegende - Beziehung zu dem Ex-TV-Moderator aussagen.

Kachelmann steht wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung in Mannheim vor Gericht. Er bestreitet die Tat. Bislang war bei den Vernehmungen von ehemaligen Geliebten des Angeklagten die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden.

Der Fall Jörg Kachelmann

Unter Verdacht