Justiz - Saarbrücken:Erneut Ermittlungen gegen Klinikchef

Justiz - Saarbrücken: Akten liegen vor einem Prozess in einem Landgericht auf dem Tisch. Foto: Swen Pförtner/dpa/Symbolbild
Akten liegen vor einem Prozess in einem Landgericht auf dem Tisch. Foto: Swen Pförtner/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Saarbrücken (dpa/lrs) - Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat Ermittlungen gegen den Direktor einer Klinik am Universitätsklinikum Homburg teilweise wieder aufgenommen. Es gehe um dem Verdacht der sexuellen Belästigung gegenüber zwei Ärztinnen in 2017, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die Wiederaufnahme des Verfahrens sei von der Generalstaatsanwaltschaft wegen drei Sachverhalten angeordnet worden: Dem Mann werde vorgeworfen, eine Ärztin während einer Operation an die Brust und bei einer Visite an das Gesäß sowie eine andere Ärztin bei einer Operation an die Brust gegriffen zu haben. Zuvor hatte der Saarländische Rundfunk (SR) darüber berichtet.

Das Verfahren war laut Staatsanwaltschaft im Oktober 2021 eingestellt worden. Dagegen hatte die Betroffenenseite Beschwerde eingelegt. Es sollen nun weitere Zeugen vernommen und Unterlagen ausgewertet werden. Die Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gelte.

© dpa-infocom, dpa:220921-99-846023/3

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