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Justiz - Frankfurt am Main:Mutmaßliche IS-Rückkehrerin steht ab Mitte Juni vor Gericht

Deutschland
Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Eine mutmaßliche IS-Rückkehrerin muss sich ab Mitte Juni vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main verantworten. Das Haupt-Strafverfahren gegen die 32-jährige Deutsche wegen Mitgliedschaft im "Islamischen Staat" (IS) sei eröffnet, teilte eine Justizsprecherin am Donnerstag mit. Der Angeklagten werde vorgeworfen, sich in Syrien als Mitglied an einer ausländischen terroristischen Vereinigung beteiligt, Kriegsverbrechen und Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz begangen zu haben. Die Hauptverhandlung startet am 14. Juni in Frankfurt. (Az. 5-2 OJs 29/20-1/21)

Laut Gericht hatte sich die Angeklagte mit ihrem Ehemann von Ende Juni 2014 bis Sommer 2016 in Syrien aufgehalten und sich in diesem Zeitraum dort dem IS angeschlossen. Nachdem der Mann eine Ausbildung als Kämpfer durchlaufen habe, soll sie dort an verschiedenen Orten gelebt und ihren Partner in seiner Tätigkeit als IS-Kämpfer unterstützt haben: Sie habe den Haushalt geführt, ihn versorgt und im Krankheitsfall gepflegt. An den Einsatzorten soll das Paar in vom IS besetzten Unterkünften gewohnt haben, deren Bewohner vertrieben, inhaftiert oder getötet worden seien. Zudem soll die Angeklagte ein Sturmgewehr besessen haben.

Die Frau war nach ihrer Ankunft in Deutschland am 2. Oktober vergangenen Jahres festgenommen worden. Sie sitzt weiter in Untersuchungshaft. Zunächst sind elf Verhandlungstage bis Mitte Juli angesetzt.

© dpa-infocom, dpa:210506-99-494733/2

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