bedeckt München 28°

Familie:Die Tage mit Tom

Self defense

Glück ist zerbrechlich: In vielen Bundesländern gibt es mehr Kinder als Familien, die eines aufnehmen wollen.

(Foto: energyy/Getty Images)

Deborah Zeh betreut Kinder, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen. Eine Geschichte über Glück und Unglück und die Frage, ob es schlechte Eltern gibt.

Heute Morgen ist Tom aufgewacht und hat zu Mama gesagt: Ich will die Mami wiedersehen. Dann ist er ins Bad gegangen und hat seine Maus ins Klo geworfen, das kleine Ding aus Stoff, das Mami ihm beim letzten Besuch geschenkt hat. Mami sieht Tom einmal im Monat, Mama sieht er jeden Tag. Mama hat die Maus dann aus dem Klo gefischt und jetzt, wo die Sonne schon wieder hinter den Baukränen untergeht, sitzt die Frau vom Jugendamt im Wohnzimmer und Mama erzählt, wie ihr Morgen war, wie die Tage mit Tom sind. Nicht einfach. Aber nicht so schwer, wie es ja auch sein könnte.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Österreich
Pimp my Bergdorf
Teaser image
Gesundheit
Was beim Abnehmen wirklich hilft
Teaser image
Ernährung
Die ersten 1000 Tage entscheiden
Teaser image
Montagsinterview
"Der Mord an George Floyd war furchtbar"
Teaser image
Corona in Schweden
Gefährlicher Sonderweg oder "wunderbare Ausnahme"?
Zur SZ-Startseite