Österreich:Kommt Josef Fritzl doch noch frei?

Österreich: Josef Fritzl 2009 vor Gericht in St. Pölten. Über seine unfassbare Tat wurde damals weltweit berichtet.

Josef Fritzl 2009 vor Gericht in St. Pölten. Über seine unfassbare Tat wurde damals weltweit berichtet.

(Foto: Handout/Getty Images)

Laut einem Gutachten ist der Mann, der seine Tochter 24 Jahre lang missbraucht hatte, mittlerweile dement. Jetzt entscheidet ein Gericht, wie es mit dem Häftling weitergehen soll.

Von Cathrin Kahlweit

Es gab eine Zeit, da sah man das Gesicht von Josef Fritzl als Aufmacherfoto in jeder österreichischen Zeitung - und weit über die Republik hinaus: ein alter Mann mit hängenden Lidern und Tränensäcken, einem Schnauzbart und bleicher Haut, der das Unvorstellbare getan hatte. Er hatte seine Tochter Elisabeth kurz nach ihrem 18. Geburtstag regelrecht gekidnappt und sie 24 Jahre lang in einem Kellerverlies im niederösterreichischen Amstetten gefangen gehalten. Hatte sie regelmäßig vergewaltigt und mit ihr sieben Kinder gezeugt. Fritzl war das "Monster im Keller", der "Horror-Vater". Und seine Tochter, das Mädchen unter der Erde, war nach Natascha Kampusch, die jahrelang von einem Entführer in einem Keller in Wien festgehalten worden war, schon das zweite Opfer eines Verbrechens, das international Aufsehen erregte.

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