Japan: Vier Wochen nach der Katastrophe Starkes Nachbeben erschüttert Japan

Japan kommt einfach nicht zur Ruhe: Genau einen Monat nach dem verheerenden Erdbebenunglück hat ein Nachbeben der Stärke 7,1 den Nordosten des Landes erschüttert. Die Kühlung der Atomanlage Fukushima-1 war kurzzeitig unterbrochen.

Ein schweres Nachbeben hat genau einem Monat nach dem verheerenden Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami den Nordosten und Osten Japans erschüttert. Kurzzeitig war dadurch die Stromversorgung an der Atomruine von Fukushima ausgefallen.

Der AKW-Betreiber Tepco pumpt jedoch wieder Wasser zur Kühlung in die Reaktoren 1, 2 und 3 des Kernkraftwerks Fukushima-1. Die Atomaufsichtsbehörde teilte mit, etwa 50 Minuten lang sei kein Wasser von außen in die Blöcke gepumpt worden. Die Unterbrechung habe aber wahrscheinlich keine Folgen für die Sicherheit. Auch die Tsunami-Warnung an der Pazifikküste hat Japan nach dem Nachbeben wieder aufgehoben.

Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatten die Erschütterungen eine Stärke von 7,1. Bereits kurz nach der Erschütterung wurden Flutwellen von einem halben Meter in der Provinz Ibaraki gemessen. Auch in der Hauptstadt Tokio gerieten Häuser stark ins Schwanken. Der Flughafen wurde vorübergehend geschlossen.

Das Erdbebenzentrum lag im Süden der Präfektur Fukushima, wo auch das havarierte Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi liegt. Auf Livebildern des japanischen Fernsehsenders NHK war ein Feuer in der Stadt Iwaki zu sehen. Informationen über mögliche Opfer und weitere Schäden lagen zunächst nicht vor. Kurz nach dem ersten Beben kam es erneut zu einer Erschütterung.

Mit einer Schweigeminute hatte Japan zuvor der Opfer der Katastrophe vom 11. März gedacht.

Seit der Naturkatastrophe wurde die Region mehrfach von schweren Nachbeben erschüttert. Das bisher schwerste Nachbeben, ebenfalls mit einer Stärke von 7,1, ereignete sich am vergangenen Donnerstag. Vier Menschen starben, in mehreren Atomkraftwerken fiel die externe Stromversorgung für die Kühlsysteme aus, in einem AKW trat leicht radioaktives Wasser aus Abklingbecken aus.

Japan nach der Katastrophe

Trauer, Schmerz und Stille