bedeckt München

Diamant:Hochkarätige Vaterliebe

Es ist das erste Mal, dass ein Diamant dieser Größe bei einer Auktion ohne verbindliches Mindestangebot versteigert wurde.

(Foto: Vincent Yu/AP)

Ein japanischer Sammler ersteigert einen seltenen Diamanten und benennt ihn nach seiner Tochter. Dahinter steckt eine teure Familientradition.

Wie man den Liebsten Anerkennung und Zuneigung schenken kann, ist eine Frage, mit der sich die Menschheit nicht erst seit gestern befasst. Wie drücken beispielsweise Eltern die Liebe zu ihren Kindern am besten aus? Mit innigen Umarmungen, freundlichen Worten, einem riesigen Spielzeugberg - oder einfach ein paar Geldscheinen?

Letzteres wäre für einen offenbar sehr vermögenden japanischen Sammler wohl kein Problem gewesen. Er hat jedoch noch einen weiteren Weg gefunden, den eigenen Kindern sein Wohlwollen zu zeigen. Und seine Liebesbekundung ist zweifellos hochkarätig.

Bei einer Versteigerung des Auktionshauses Sotheby's erhielt er den Zuschlag für einen seltenen 102,39 Karat schweren Diamanten. Das weiße ovale Stück wurde 2018 in einer kanadischen Grube entdeckt und ist erst der achte Diamant seiner Art, der weltweit versteigert wurde. Die vorherigen sieben erzielten allesamt Millionenbeträge - bis zu umgerechnet mehr als 25 Millionen Euro.

Im Familienbesitz: Maiko Star und Manami Star

Für den nun versteigerten Edelstein zahlt der Käufer etwa 13,3 Millionen Euro. Bereits kurz nach der Auktion, an der er telefonisch teilnahm, ließ es sich der Sammler nicht nehmen, den Diamanten quasi als funkelndes Zeichen der Zuneigung nach seiner jüngeren Tochter Maiko zu benennen. Der Stein heißt jetzt Maiko Star.

In der Sammlung des Japaners ist es kein Novum, dass ein Stein den Namen eines Familienmitglieds trägt: Schon im vergangenen Jahr hatte der Mann bei Sotheby's einen 88,22 Karat schweren Diamanten gekauft, ihn seiner ältesten Tochter Manami gewidmet und ihn Manami Star getauft.

Die genauen Hintergründe der Namensgebung sind unklar. Möglicherweise war die eine Tochter neidisch auf die andere, vielleicht wollte der Käufer aber auch von Anfang an die Liebe zu all seinen Kindern in funkelnden Edelsteinen ausdrücken. Wie groß die Familie des Käufers ist und ob noch weitere Verwandte in dieser kostspieligen Familientradition eine Namenspatenschaft für Edelsteine erhalten, ist nicht bekannt.

© SZ/dpa/saul/nas
Karl Lagerfeld

SZ PlusKarl Lagerfeld
:Du sollst nicht langweilen

Karl Lagerfeld war im Leben wie in der Berufung ein Meister der Pointe. Und wurde so der erfolgreichste Modeschöpfer der Welt. Ein Nachruf.

Von Tanja Rest

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite