Frauen auf dem Jakobsweg„Einen Exhibitionisten kann man auslachen, dann geht er weg“

Lesezeit: 6 Min.

Auf dem Jakobsweg in Nordspanien sind mehr Frauen als Männer unterwegs. Manche von ihnen fühlen sich unsicher.
Auf dem Jakobsweg in Nordspanien sind mehr Frauen als Männer unterwegs. Manche von ihnen fühlen sich unsicher. (Foto: Andres Victorero/Imago/Zoonar)

Frauen berichten in Chatgruppen von sexuellen Übergriffen auf dem Jakobsweg. Andere Frauen zeigen nicht etwa Mitgefühl, sondern sagen: Das ist alles übertrieben. Wie lassen sich solche Reaktionen erklären?

Von Nadine Regel

Sie habe während ihrer Pilgertour auf dem Jakobsweg in einer Kirche für einen todkranken Freund gebetet, schreibt die Frau auf Facebook. Aufgewühlt sei sie gewesen, sie habe geweint. Als sie die Kirche habe verlassen wollen, habe sie ein älterer Mann auf Portugiesisch angesprochen und zu einer Kirchenbank geführt. Sie habe geglaubt, er wolle ihr Trost spenden. Doch kaum hätten sie sich hingesetzt, habe er ihr an die Brust gegriffen und an die Innenseite der Oberschenkel. „Nein!“, habe sie geschrien, sei weggerannt und habe Anzeige erstattet. Wie sich herausstellen sollte, war der Mann bereits mehrfach übergriffig geworden und polizeibekannt.

Zur SZ-Startseite

Rollenbilder
:Ist das nicht viel zu gefährlich für eine Mutter?

Sie reisen durch die Wüste, klettern extreme Routen, leben auf einer einsamen Alm – und haben Kinder. Oft bekommen sie zu hören: Wie kannst du nur? Du hast doch Verantwortung! Fünf Frauen erzählen.

SZ PlusProtokolle: Nadine Regel

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Gutscheine: