Sie habe während ihrer Pilgertour auf dem Jakobsweg in einer Kirche für einen todkranken Freund gebetet, schreibt die Frau auf Facebook. Aufgewühlt sei sie gewesen, sie habe geweint. Als sie die Kirche habe verlassen wollen, habe sie ein älterer Mann auf Portugiesisch angesprochen und zu einer Kirchenbank geführt. Sie habe geglaubt, er wolle ihr Trost spenden. Doch kaum hätten sie sich hingesetzt, habe er ihr an die Brust gegriffen und an die Innenseite der Oberschenkel. „Nein!“, habe sie geschrien, sei weggerannt und habe Anzeige erstattet. Wie sich herausstellen sollte, war der Mann bereits mehrfach übergriffig geworden und polizeibekannt.
Frauen auf dem Jakobsweg„Einen Exhibitionisten kann man auslachen, dann geht er weg“
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Frauen berichten in Chatgruppen von sexuellen Übergriffen auf dem Jakobsweg. Andere Frauen zeigen nicht etwa Mitgefühl, sondern sagen: Das ist alles übertrieben. Wie lassen sich solche Reaktionen erklären?
Von Nadine Regel
