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Italien:Weniger kirchliche Hochzeiten

Erstmals heiraten im katholisch geprägten Italien mehr Menschen standesamtlich.

Im katholisch geprägten Italien haben im vorigen Jahr erstmals mehr Menschen standesamtlich als kirchlich geheiratet. Nach jüngsten Zahlen des Nationalen Instituts für Statistik wurden 50,1 Prozent der Ehen 2018 zivil geschlossen. 1970 waren es 2,3 Prozent. Allerdings gibt es in Italien weiter ein Nord-Süd-Gefälle: Im reichen Norden heirateten demnach 2018 fast 64 Prozent standesamtlich, im traditionsverbundenen Süden waren es nur gut 30 Prozent. Wer in Italien kirchlich heiratet, muss nicht zum Standesamt gehen. In Deutschland wurden 2017 laut Statistischem Bundesamt bereits fast 80 Prozent aller Ehen rein standesamtlich geschlossen.