Süddeutsche Zeitung

Italien:Unwetter im Norden, Brände im Süden

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Die italienische Zivilschutzbehörde hat am Samstagabend neue Warnungen für viele Teile des Landes herausgegeben.

Der Süden Italiens brennt, dem Norden drohen heftige Regenfälle: Die italienische Zivilschutzbehörde hat am Samstagabend neue Warnungen für viele Teile des Landes herausgegeben. Für einzelne Gegenden der norditalienischen Lombardei gelte die höchste Warnstufe Rot, hieß es in einem Bericht der Zivilschutzbehörde. In dieser Woche hatten heftige Unwetter dort in der Gegend um den Comer See zu Überflutungen und Erdrutschen geführt.

Im Örtchen Laglio tauchte sogar unerwartet ein Promi auf, um seine Hilfe zuzusagen: US-Schauspieler George Clooney. Die Bürgermeister und Kommunen vor Ort seien informiert, erklärte der Chef der Zivilschutzbehörde, Fabrizio Curcio, auf einer am Samstagabend kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Rom. Für andere Teile Norditaliens gelten erhöhte Unwetter-Warnstufen, wie etwa in der nördlichen Toskana und in Venetien.

Zwölf Löschflugzeuge im Einsatz

Im Süden lodern unterdessen weiter zahlreiche Waldbrände. Vor allem auf der Urlaubsinsel Sizilien hatten die Feuer zuletzt besonders im Osten um die Großstadt Catania gewütet. Die Brände werden durch die anhaltende Hitze, Trockenheit und starke Winde angeschürt. Einige führen Ermittler auf Brandstiftung zurück. Landwirtschaft, Tiere und Ferienanlagen waren betroffen.

Curcio sprach von einer "ernsten" und "desaströsen" Lage. Der Regionalpräsident Siziliens, Nello Musumeci, forderte weitere Unterstützung von der Regierung im Kampf gegen die Flammen.

Die Zivilschutzbehörde ist laut Curcio auf Sizilien bereits mit zwölf Löschflugzeugen aus der nationalen Flotte im Einsatz. Experten arbeiteten daran, weitere Feuerwehr-Trupps nach Sizilien zu schicken. In diesem Jahr hätten die Regionen in der Waldbrandsaison bereits knapp 560 Mal Löschflugzeuge angefordert. In den drei vorangegangen Jahren waren es im selben Zeitraum deutlich weniger. Nur 2017, einem Waldbrandjahr mit vielen Feuern, waren es fast 800 Anfragen. Weitere Feuer lodern im Süden auf dem Festland. Auch die Insel Sardinien war zuletzt stark von Buschfeuern betroffen.

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SZ/dpa/che/woja
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