Frauenmorde in Italien:Giulia Cecchettins mutmaßlicher Mörder in Deutschland gefasst

Frauenmorde in Italien: Blumen erinnern im vergangenen Sommer an Sofia Castelli in Cologno Monzese. Sie war eine von mehr als hundert Frauen, die allein in diesem Jahr in Italien ermordet worden sind.

Blumen erinnern im vergangenen Sommer an Sofia Castelli in Cologno Monzese. Sie war eine von mehr als hundert Frauen, die allein in diesem Jahr in Italien ermordet worden sind.

(Foto: Claudio Furlan/picture alliance)

Wieder ist eine junge Frau brutal getötet worden - und Italien debattiert nun über männliche Gewalt im Land.

Von Marc Beise, Rom

Die Flucht endete in Sachsen-Anhalt auf der A9 Richtung Leipzig. Dort fiel der Polizei ein unbeleuchtet am Straßenrand parkender Fiat Punto auf, in dem der 22-jährige Italiener Filippo T. saß, dem Benzin und Geld ausgegangen waren. Seit einer Woche war er europaweit gesucht worden. Der junge Mann steht im dringenden Verdacht, seine ebenfalls 22-jährige Ex-Freundin Giulia Cecchettin aus dem Ort Vigonovo in der Nähe von Venedig mit zahlreichen Messerstichen getötet zu haben. Die beiden waren seit Samstag vor einer Woche verschwunden, ihr Schicksal ist seit Tagen eines der wichtigsten Themen in den italienischen Medien.

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