Süddeutsche Zeitung

Schießerei in Istanbuls Touristenviertel:Polizei tötet Angreifer am Topkapi-Palast

Ein Unbekannter hat am Istanbuler Topkapi-Palast mit einer Pumpgun das Feuer auf Passanten und Wachleute eröffnet. Mindestens zwei Menschen wurden verletzt. Die Polizei erschoss den Mann während ihres Einsatzes.

Bei einer Schießerei am bei Touristen beliebten Istanbuler Topkapi-Palast sind mindestens zwei Menschen verletzt worden. Ein Mann eröffnete das Feuer und lieferte sich dann eine Schießerei mit Sicherheitsleuten. Ein Soldat und ein Mitarbeiter eines privaten Wachdiensts, die ein Tor an der Außenmauer des Palastgeländes bewachten, wurden verletzt.

Polizisten töteten den Angreifer während ihres Einsatzes. Die Polizei habe den Mann vergeblich aufgefordert, sich zu ergeben, und sei dann gegen ihn vorgegangen, sagte der Istanbuler Gouverneur Hüseyin Avni Mutlu vor Journalisten. Er war den Angaben zufolge mit einem Repetiergewehr, einer sogenannten Pumpgun, bewaffnet.

Augenzeugen berichteten, der Angreifer habe "Gott ist groß" gerufen und um sich geschossen. Er soll einen schwarzen Manel getragen haben, ein Augenzeuge hielt ihn zunächst für einen Jäger. Ein Foto des mutmaßlichen Schützen zeigte einen Mann mit zwei Gewehren und einem Patronengurt, wie er auf den Palasteingang zuging. Die Hintergründe der Tat waren zunächst weiter unklar, sollen aber persönlicher Art sein.

Da es keinerlei politischen Botschaften des Mannes gegeben habe, ist nach Ansicht von Gouverneur Mutlu allerdings von einer Einzeltat auszugehen. Der 35-jährige Täter stammt aus Libyen. Mutlu wollte nichts zur mutmaßlichen Identität des Schützen sagen. Die Ermittlungen der Polizei in dieser Frage liefen noch, sagte er.

Der Topkapi-Palast im europäischen Teil der Stadt liegt im Viertel Sultanahmet und war früher Wohnsitz der osmanischen Sultane und Sitz der Verwaltung. Er ist heute ein Museum, das täglich Tausende Besucher aus der ganzen Welt anzieht. In seiner Nähe liegen auch die Blaue Moschee und die frühere byzantinische Reichskirche Hagia Sophia.

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dpa/beu
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