Magersucht und Social Media:Die Schönheit der anderen

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"Nenn es Krankheit, ich nenne es Perfektion": Wer seinen abgemagerten Körper auf Instagram zeigt, hat oft drei Zahlen im Profil - das aktuelle Gewicht, das Wunschgewicht, das Traumgewicht. (Foto: Facebook Files (2), Klatka Grzegorz/Imago Images/CTK Photo/Bearbeitung: SZ)

Hervorstehende Rippen, Hüftknochen, Schlüsselbeine: Für die einen ist das krank, für andere ein Idealbild. Wie die Algorithmen auf Instagram junge Menschen in eine Szene treiben, in der Hungern gefeiert wird und Essen als Versagen gilt.

Von Svea Eckert, Simon Hurtz, Lena Kampf, Berit Kruse und Sulaiman Tadmory, München / Berlin

Jasmin zählt. Eine Portion gedünstetes Gemüse, 80 Kalorien. Eine Schüssel Blaubeeren und etwas Birne, 82 Kalorien. Sie ist mit einer Freundin verabredet, sie hat eigentlich keine Lust. Andererseits: Mit dem Fahrrad zu dem Treffen zu fahren, minus 300 Kalorien. Und eine Ausrede für ihre Eltern, nicht zu Abend essen zu müssen. Das bringt sie näher an ihr Ziel, unter 40 Kilo.

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