Urteil im Fall Günther:Zweiter Mann nach Säureangriff verurteilt

Urteil im Fall Günther: Bernhard Günther (rechts) im Sommer 2022 im Gerichtssaal. Heute ist er Manager beim finnischen Energieversorger Fortum mit mehr als 19 000 Mitarbeitern.

Bernhard Günther (rechts) im Sommer 2022 im Gerichtssaal. Heute ist er Manager beim finnischen Energieversorger Fortum mit mehr als 19 000 Mitarbeitern.

(Foto: Henning Kaiser/dpa)

Sechs Jahre ist es her, dass Energie-Manager Bernhard Günther beim Joggen mit Säure angegriffen wurde. Marko L. saß deshalb bereits 2019 in U-Haft und kam wieder frei. Nun muss er für elf Jahre ins Gefängnis.

Von Uta Eisenhardt, Wuppertal

Vor knapp sechs Jahren wurde auf Manager Bernhard Günther ein Anschlag verübt. Sollten sich die dahinter vermuteten Motive bestätigen, dann muss dieser Anschlag in Haan bei Wuppertal zu den größten Fällen von Wirtschaftskriminalität in Deutschland gerechnet werden. Es scheint nämlich so zu sein, dass der heute 57-Jährige im Zuge der Übernahme des Energiekonzerns Innogy durch Eon an der weiteren Ausübung seines Berufes als Vorstandsmitglied gehindert werden sollte: Die Schwefelsäure, die zwei Täter in sein Gesicht kippten, sollte ihm sein Augenlicht nehmen und ihn entstellen. Weil das Opfer Kontaktlinsen trug und es ihm zudem gelang, sein von der Säure verletztes Gesicht rasch mit Wasser abzuspülen, ging der perfide Plan nicht auf.

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Bochum, Deutschland, 31.01.2020, ThyssenKrupp Hauptversammlung: Der Innogy CFO Bernhard Günther steht vor dem Podium. *

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