Minister warnt vor Zauberer-Fans Harry Potter und das Eulen-Sterben

Böser Zauber: Der indische Umweltminister befürchtet, Harry-Potter-Fans könnten für den Rückgang der Eulen-Population im Land verantwortlich sein.

Bislang versuchten vor allem selbsternannte Sittenwächter den beliebtesten Hogwarts-Schüler der Welt zu entzaubern: So wollte beispielsweise eine Schulleiterin in England Harry-Potter-Bücher verbieten, weil die magische Lektüre angeblich gegen die Bibel und die religiöse Moral verstoße. Nun zeigt sich jedoch auch der indische Umweltminister besorgt über den Einfluss des Zauberlehrlings mit der markanten Narbe.

Der junge Harry Potter mit seiner Schnee-Eule Hedwig: Ein indischer Minister befürchtet, Fans des Zauberlehrlings könnten für ein Eulen-Sterben in seinem Land verantwortlich sein.

(Foto: AP)

Nach Ansicht von Jairam Ramesh sind Harry-Potter-Fans für einen besorgniserregenden Rückgang des Wildeulen-Bestands in seinem Land verantwortlich. "Nach Harry Potter scheint es selbst in städtischen Mittelschicht-Familien einen seltsamen Reiz zu haben, Kinder mit Eulen zu beschenken", wurde der indische Minister im britischen Sender BBC zitiert. Die Bücher und Filme mit dem jungen Zauberer und seiner Schnee-Eule Hedwig, die ihm gleichzeitig Freundin und Haustier ist, sind auch in Indien ausgesprochen beliebt.

Rameshs Äußerungen folgten auf einen Bericht der Wildtier-Schutzorganisation Traffic mit dem Titel "Gefährdete Wächter der Nacht", der eine sinkende Eulen-Population in Indien konstatiert. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass in dem Land immer mehr Eulen gefangen, verkauft und in obskuren Ritualen getötet werden. Kurz vor dem hinduistischen Lichterfest Diwali am Freitag warnten die Forscher ausdrücklich vor glückverheißenden Eulen-Opfern.