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Indien:Milliardenschatz in Hindutempel entdeckt

Diamanten, Rubine, Smaragde, Gold: In unterirdischen Kammern eines indischen Tempels sind Forscher auf einen Milliardenschatz gestoßen. Und noch sind nicht mal alle Gewölbe geöffnet.

In einem Hindutempel im Süden Indiens ist ein riesiger Schatz aus Gold, Silber, Münzen und Edelsteinen gefunden worden. Sein Wert werde auf umgerechnet gut 7,7 Milliarden Euro geschätzt, sagte ein hoher Beamter des Bundesstaats Kerala.

Die Kostbarkeiten seien in mindestens fünf unterirdischen Kammern des wegen seiner aufwändigen Skulpturen bekannten Sree-Padmanabhaswamy-Tempels verborgen gewesen. Der Tempel befindet sich in Thiruvananthapuram, der Hauptstadt des südindischen Unionsstaates Kerala.

Nach Angaben des Beamten sind unter den Schätzen eine rund sechs Meter lange Halskette und tausende Goldmünzen. Die Zeitung Hindustan Times berichtete von 536 Kilogramm Goldmünzen aus dem 18. Jahrhundert, diamantbesetzten Tellern, Rubinen und Smaragden in den Kammern. Die in unterirdischen Gewölben unter Hindutempeln verwahrten Schätze sind Opfergaben von Gläubigen.

Die Polizei habe in dem Bauwerk umgehend Überwachungskameras und Alarmanlagen angebracht. "Wir sind dabei, noch eine weitere Geheimkammer zu öffnen, die seit fast 140 Jahren verschlossen war", sagte der Beamte. Den tatsächlichen Wert der gefundenen Schätze müssten nun Archäologen bestimmen.

Der dem Hindugott Vishnu geweihte Tempel war vor Hunderten von Jahren erbaut worden. Seit Indien im Jahr 1947 von Großbritannien unabhängig wurde, kümmerte sich eine Stiftung von Nachkommen der früheren regionalen Herrscherfamilie um die Anlage. Erst nach einem neuen Urteil des Obersten Gerichts übernahmen staatliche Stellen die Verwaltung. Im Zuge dieser Änderung inspizierten Beamte in den vergangenen Tagen einige der Kammern - und entdeckten die ungeahnten Kostbarkeiten.

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