Indien 37 Menschen sterben durch selbstgebrannten Schnaps

Es ist ein Laster der Armen: In Indien sind Dutzende Menschen an selbstgebranntem, giftigen Schnaps gestorben. Die meisten Opfer waren arme Arbeiter.

Illegal gebrannter Schnaps hat mindestens 37 Menschen im Norden Indiens das Leben gekostet. Die meisten Opfer seien arme Arbeiter gewesen, die den Alkohol am Donnerstagabend in mehreren Dörfern im Bezirk Azamgarh im Bundesstaat Uttar Pradesh tranken, teilte die Polizei mit.

Mindestens 22 Todesfälle seien am Freitag gemeldet worden, am Samstagmorgen noch einmal 15. Einige der Opfer seien zu Hause gestorben, andere im Kreiskrankenhaus, hieß es weiter. Der Zustand von etwa 20 Dorfbewohnern, die in eine Klinik gebracht wurden, sei kritisch.

Billiger, illegal gebrannter Alkohol wird in Indien häufig von Tagelöhnern und Bauern gekauft. Todesfälle nach dem Konsum von Schnaps, der oft mit Chemikalien wie Pestiziden gemischt wird, sind in Indien keine Seltenheit. Im Dezember 2011 starben 167 Menschen im Bundestaat Westbengalen, nachdem sie illegal hergestellten Alkohol getrunken hatten.