Süddeutsche Zeitung

Indien:125 Menschen nach Gletschersturz im Himalaya vermisst

Das Gletscherstück fiel im Norden Indiens in einen Fluss und löste eine Flut aus Wasser und Gestein aus. Tiefer liegende Dörfer werden jetzt evakuiert.

Im Norden Indiens werden nach einer massiven Sturzflut mindestens 125 Menschen vermisst, sieben wurden bislang nach Behördenangaben tot geborgen. Ein riesiger Gletscher war von einem Berg abgebrochen und in einen Fluss gefallen. Der Unfall ereignete sich am Sonntag in der Gegend um Joshimath im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand nach Angaben von SN Pradhan, dem Vorsitzenden des indischen Katastrophenschutzes.

Eine Brücke sei weggeschwemmt und ein Elektrizitätswerk beschädigt, sagte Pradhan. Der gesamte Gletscher bewege sich flussabwärts, man habe deshalb bereits tieferliegende Dörfer gewarnt und eine Evakuierung in die Wege geleitet, so Pradhan weiter.

Der Pegel in den Flüssen Rishiganga und Alakananda steige, sagte der indische Innenminister Amit Shah. Teams des indischen und lokalen Katastrophenschutzes, sowie Mitglieder der Grenzpolizei und der Armee sind in die betroffene Gegend gereist.

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.5198626
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
SZ/dpa/bix/lot
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.