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Air India:Tote bei Flugzeugunglück in Indien

Rescue workers look for survivors after a passenger plane crashed when it overshot the runway at the Calicut International Airport in Karipur

Rettungskräfte suchen nach Überlebenden im Wrack des Flugzeugs am Flughafen von Calicut, Indien.

(Foto: STRINGER/REUTERS)

Die Maschine ist offenbar von der regennassen Landebahn abgekommen. Mindestens 18 Menschen kamen ums Leben, mehr als 100 sind verletzt.

Ein Flugzeugunglück bei starkem Regen auf nasser Piste in Indien hat mindestens 18 Menschen das Leben gekostet. 16 Menschen seien schwer verletzt worden, sagte ein Regierungsvertreter am Samstag. Mehr als 100 Personen sind den Angaben zufolge verletzt. Unter den Toten sei einer der Piloten.

Die Air-India-Express-Maschine IX-1344 aus Dubai mit etwa 190 Menschen an Bord sei bei der Landung in dem südindischen Bundesstaat Kerala über die Landebahn auf einem Hügel hinaus geschossen und rund zehn Meter den Abhang hinunter gefallen, schrieb der Zivilluftfahrtminister auf Twitter. Anschließend sei sie in zwei Stücke gebrochen. Pisten auf Hügeln seien besonders schwer anzufliegen, erklärten Luftfahrtexperten örtlichen Medien. Immerhin sei das Flugzeug nicht in Flammen aufgegangen, hieß es von der Zivilluftfahrtbehörde. Damit ist wohl eine größere Tragödie verhindert worden. Auf dem Boden wurde die Maschine trotz Regen weiter mit Wasser bespritzt, wie Fernsehbilder zeigen.

Der Flug war Teil eines Rückholprogramms von indischen Bürgen, die wegen des Coronavirus im Ausland gestrandet waren. In der Golfregion arbeiten Millionen Inder, viele warteten lange bis sie endlich nach Hause reisen konnten. In keiner anderen Region der Welt waren mehr Inder in dieser Zeit gestrandet. Unter den Passagieren der Boeing 737 seien auch zehn Kleinkinder gewesen, berichtete ein Sprecher der Zivilluftfahrtbehörde.

Nach Angaben der zuständigen Regionalbehörden könnte die Zahl der Toten auf 30 bis 40 steigen, da mehrere Überlebende schwer verletzt seien. Indiens Premierminister Narendra Modi erklärte via Twitter, er sei "schmerzerfüllt" über den Flugzeugunfall.

© SZ/dpa/vwu

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