Indien:Erste Leichen nach U-Boot-Unglück geborgen

Zwei Tage nach dem U-Boot-Unglück in Indien haben Taucher die ersten Leichen aus dem Wrack geborgen. Hoffnung, noch Überlebende zu finden, gibt es kaum. Womöglich werden auch keine weiteren Toten gefunden.

Nach dem U-Boot-Unglück in Mumbai haben Taucher die ersten drei Toten in dem gesunkenen Wrack entdeckt. "Es ist unwahrscheinlich, dass noch Überlebende der Mannschaft gefunden werden", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag.

Laut der Times of India haben die Einsatzkräfte bereits vier Tote geborgen.

Die INS Sindhurakshak war in der Nacht zum Mittwoch nach einer gewaltigen Explosion in Brand geraten und mit 18 Mann an Bord im Marinehafen von Mumbai gesunken.

Die Leichen wurden in ein Marinekrankenhaus gebracht. Sie seien so stark verbrannt, dass sie noch nicht hätten identifiziert werden können, sagte der Sprecher weiter. DNA-Proben sollen nun Klarheit schaffen.

Es sei unwahrscheinlich, dass im vorderen Bereich des Bootes Körper der vermissten Seeleute gefunden würden, zitiert die Times of India den Sprecher weiter. Die Explosion und die daraus resultierenden sehr hohen Temperaturen, die Stahl zum Schmelzen gebracht hätten, hätten wohl auch die Leichen verbrannt.

Was die Explosion auslöste, ist weiterhin unklar.

Das 1997 in Dienst gestellte dieselelektrische U-Boot aus russischer Produktion war erst im Mai generalüberholt worden. Der Brand war nicht der erste Unglücksfall auf der INS Sindhurakshak. Bei einer Explosion im Batterie-Raum war im Februar 2010 ein Matrose ums Leben gekommen.

© Süddeutsche.de/dpa/leja/sekr
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