Horn von Afrika Gekaperter deutscher Frachter wieder frei

Als Piraten das Schiff überfielen, rettete sich die Besatzung der "MCL Bremen" in einen Schutzraum. Den konnten der deutsche Kapitän und die übrige Mannschaft nun wieder verlassen.

Erleichterung am Horn von Afrika: Das von Piraten gekaperte Schiff einer deutschen Reederei ist wieder unter der Kontrolle seiner Besatzung.

Immer wieder werden Schiffe vor der Küste Afrikas Opfer von Piratenangriffen: Im Frühjahr 2010 geriet das deutsche Containerschiff Taipan in die Hände somalischer Seeräuber.

(Foto: dapd)

Soldaten einer dänischen Fregatte seien an Bord der MCL Bremen gegangen, berichtete ein Sprecher der Bundespolizei. Die Dänen hätten - wie erwartet - keine Piraten an Bord angetroffen. Die Mannschaft der Bremen konnte daraufhin den Schutzraum verlassen, in den sie sich bei dem Überfall gerettet hatten.

Nach einem Bericht der Oldenburger Nordwest-Zeitung hatten die Seeräuber den Frachter etwa 950 Meilen vom Horn von Afrika im Indischen Ozean überfallen. Nach Angaben eines Sprechers des Bundeswehr-Einsatzführungskommandos in Potsdam befand sich die MCL Bremen zum Zeitpunkt des Vorfalls außerhalb des Gebietes, in dem die EU-Einsatzgruppe Atalanta unterwegs ist.

Das 130 Meter lange Schiff gehört der deutschen Reederei Schepers. Die MCL Bremen fährt unter der Flagge von Antigua und Barbuda. Das Kommando führt ein deutscher Kapitän, die Besatzung stammt aus dem Ausland.