Körperhygiene und Unterwäsche:"Unterwäsche soll gar nicht steril sein"

Der deutsche Kabarettist Wolfgang Neuss in Unterhose  in den 1960ern

Mit Schlüpfer, Charme und Melone: Der deutsche Kabarettist Wolfgang Neuss in den 1960ern.

(Foto: imago stock&people/imago/United Archives)

Man sollte jeden Tag eine frische Unterhose anziehen - das gilt als gesellschaftliche Norm. Doch wer hat diese Regel aufgestellt und ist das überhaupt nötig? Die Hygiene-Professorin Iris Chaberny klärt auf.

Interview von Violetta Simon

Vor einiger Zeit hat ein Umfrageergebnis Naserümpfen ausgelöst: Das Meinungsforschungsinstitut GfK hatte ermittelt, dass in Deutschland fast 25 Prozent der Männer nicht jeden Tag ihre Unterwäsche wechseln. In den dazugehörigen Schlagzeilen tauchten Worte wie "zu selten" oder gar "Igitt" auf. Bei Professorin Iris Chaberny hält sich die Aufregung über mehrtägig getragene Slips in Grenzen. Bedenklich findet die Expertin etwas anderes: übertriebenen Hygienewahn.

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