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Hurrikan "Dorian":Zahl der Toten auf den Bahamas steigt auf 20

  • Die Zahl der Toten auf den Bahamas nach Dorian liegt inzwischen bei 20.
  • Nachdem der Hurrikan über dem Inselstaat zuerst abschwächte, ist er nun wieder etwas erstarkt - und bleibt gefährlich.
  • Millionen Menschen sind angehalten worden, die Südostküste der USA zu verlassen.

Die Zahl der Toten auf den Bahamas nach dem verheerenden Hurrikan Dorian hat sich offiziell auf 20 erhöht. Es sei davon auszugehen, dass die Zahl weiter steigen werde, sagte Gesundheitsminister Duane Sands. Die Such- und Rettungseinsätze auf den betroffenen Inseln hätten aber gerade erst begonnen. Mindestens 17 Menschen seien auf der Insel Abaco ums Leben gekommen, drei auf Grand Bahama.

Dorian hatte am Sonntag zuerst die Abaco-Inseln im Nordosten des Karibikstaates getroffen - mit Windböen von fast 300 Kilometern pro Stunde. Er gehörte damit zu den Hurrikans der gefährlichsten Kategorie fünf. Es handelte sich um den verheerendsten Wirbelsturm auf den Bahamas seit Beginn moderner Aufzeichnungen. Am Montag war Dorian über die Insel Grand Bahama gezogen und hatte sich nur langsam weiterbewegt. Erst am Mittwoch zog er vollständig über das Land hinweg, so dass die Rettungseinsätze auch auf Grand Bahama beginnen konnten.

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Der Präsident warnte davor, dass "Dorian" auch Alabama treffen könnte, was selbst der dortige Wetterdienst verneinte. Seitdem versucht der Präsident, seine Aussage zu belegen.

Der Hurrikan hatte sich über den Bahamas abgeschwächt und wurde von der gefährlichsten Kategorie 5 zunächst auf 2 herabgestuft. Er gewann über dem Wasser aber wieder an Stärke und wurde in der Nacht zu Donnerstag in die Kategorie 3 hochgestuft und bleibt gefährlich. Selbst wenn der Hurrikan nicht auf Land treffen sollte, "wird es trotzdem Wind und Wasser geben und wenn Sie in Küstengebieten sind, kann das Wasser heimtückisch sein", sagte der Gouverneur von South Carolina, Henry McMaster, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Millionen Menschen sind angehalten worden, die Südostküste der USA zu verlassen. Vorhersagen von Meteorologen zufolge könnten durch starke Regenfälle und Sturmfluten Teile der US-Staaten Georgia und South und North Carolina geflutet werden. Die Wasserstände könnten sich demnach bisherigen Rekorden annähern.

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