SZ-Serie "Bester Dinge":Wuff statt Hatschi

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Golden Retriever Pokaa kann Coronaviren erschnüffeln - und erspart Altenheimbewohnern in Frankreich jetzt unangenehme PCR-Tests.

Von Violetta Simon

Von Menschen weiß man, dass manche gern hingebungsvoll in der Nase popeln. Was die meisten weniger mögen: wenn das andere tun, vor allem mit extralangen Wattestäbchen, auf der Suche nach Viren. Von Hunden weiß man, dass sie neueste Nachrichten gern mit der Nase lesen, Schnüffeln gehört zum Tagesgeschäft. So nehmen sie Dinge wahr, die für uns gar keinen Eigengeruch besitzen, wie etwa Falschgeld, Sprengstoff - oder Coronaviren.

Diese Fähigkeit soll künftig Bewohnern von Altenheimen zugute kommen, um ihnen die Sache mit den PCR-Tests und den Wattestäbchen zu ersparen. In der Einrichtung "La Roselière" im elsässischen Kunheim wird erstmals ein speziell ausgebildeter Golden Retriever die Bewohnerinnen, Bewohner und Angestellten regelmäßig auf eine Infektion testen. Ohnehin wirkt die Anwesenheit von Tieren beruhigend auf ältere Menschen. Nicht zuletzt, weil sie kein langes Wattestäbchen zücken und einem nurmehr die Wahl zwischen Niesen und Würgen lassen: "Nase oder Rachen?"

Darüber hinaus besuchte der zweijährige Pokaa eine französische Hochschule für Veterinärmedizin, ist also quasi Akademiker. Man stelle sich vor, wenn demnächst auch Alkoholkontrollen mit einem so kultivierten Golden Retriever durchgeführt würden: Fenster runter, Schnüffeln, Leckerli, Danke, fertig.

Angst, von einer saftigen Hundezunge einmal quer übers Gesicht und zurück benetzt zu werden, muss niemand haben: Für den Test genügt dezentes Schnüffeln an einer Schweißprobe.

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