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Hollywood:Ein Preis? Ja, ein Spottpreis!

Es gibt Auszeichnungen, die sind schmeichelhafter. Tom Cruise und Paris Hilton haben die "Goldene Himbeere" gewonnen.

Tom Cruise (43) hat die "Goldene Himbeere" als "nervendste Zielscheibe der Klatschpresse" gewonnen. Mit seiner zur Schau gestellten Begeisterung für seine Freundin Katie Holmes habe er die Auszeichnung mehr als verdient, sagte John Wilson, der Vorsitzende der Stiftung, die den Spottpreis vergibt. "Auf dem Eiffelturm einen Heiratsantrag zu machen und dann wie der Affe Coco auf Oprah Winfreys Couch herumzuhüpfen, deutet wirklich auf ein ernst zunehmendes Problem hin", sagte Wilson bei der alljährlichen Preisverleihung in Los Angeles.

Paris Hilton, Reuters

Das ist Paris Hilton. Sie erbt mal eine Hotelkette und ist auch schon mal Schauspieler-Darstellerin

(Foto: Foto: Reuters)

Paris Hilton bekam die Goldene Himbeere in der Kategorie "Schlechteste Nebendarstellerin" für ihre Rolle in dem Horrorfilm "House of Wax". "Sobald ich hörte, dass sie in dem Film mitmachen würde, wusste ich, dass sie gewinnen würde", sagte Wilson. Nicole Kidman und Will Ferrell wurden als schlechtestes Leinwandpaar für die Komödie "Verliebt in eine Hexe" prämiert.

Die Abräumerin des Abends aber war Jenny McCarthy: Das Ex-Playmate erhielt gleich drei "Razzies" (Himbeeren) - als Hauptdarstellerin, Drehbuchautorin und Produzentin der Komödie "Dirty Love", die auch als schlechtester Film des vergangenen Jahres gewürdigt wurde. Rob Schneider gewann für die Komödie "Deuce Bigalow: European Gigolo" die Himbeere für den schlechtesten Hauptdarsteller. Die Spottpreise werden traditionell am Tag vor der Oscar-Gala vergeben, um die oft selbstgefällige Filmbranche aufs Korn zu nehmen.

© dpa
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