HöhlenrettungenOft kam jede Hilfe zu spät

Die Bilder der eingeschlossenen Jugendlichen in Thailand erinnern unweigerlich an die dramatische Rettung des Forschers Johann Westhauser aus der Riesending-Höhle. Die Historie zeigt: Nicht jeder Rettungsversuch ist so erfolgreich.

Seit 16 Tagen geht der Blick nach Thailand, wo jetzt noch der Trainer und vier der zwölf Jugendlichen von Fels und Wasser eingeschlossen sind. Die Bilder sind dramatisch und erinnern an eine Zeit, als die Welt nach Oberbayern blickte. Damals, vor vier Jahren, berichteten Reporter aus der ganzen Welt von der spektakulärsten Höhlenrettung, die es in Europa jemals gab: Der Höhlenforscher Johann Westhauser lag in der Riesending-Schachthöhle unter Abermillionen Tonnen Gestein: mit einem Schädel-Hirn-Trauma am tiefsten Punkt der tiefsten Höhle Deutschlands. Sie haben ihn lebendig rausbekommen, aus dem Untersberg. Die Historie aber zeigt: Nicht jede Höhlenrettung war erfolgreich.

Bild: AP 9. Juli 2018, 19:592018-07-09 19:59:51 © SZ.de/AFP/dpa/bix/olkl