HochstaplerPrinz, Polizeidirektor und "Besitzer der Weltbank"

Sie haben Lebensläufe gefälscht und mit ihren Betrügereien teils beträchtliche Summen kassiert: Deutsche Hochstaplergeschichten - vom ungelernten Schönheitschirurgen bis zum falschen Scheich.

Der Schönheitschirurg

Gegen Barzahlung hat ein 31-Jähriger aus Regensburg die Gesichter von mehr als 50 Menschen operiert und damit 63 000 Euro kassiert. Zwischen 2012 und 2014 behandelte er seine Patienten in Hannover und Regensburg mit Silikon und Botox. Und das ganz ohne medizinische Ausbildung. Jetzt ist er vom Landgericht Regensburg zu vier Jahren Haft verurteilt worden.

Der Mann hatte sich mit gefälschten Dokumenten und Urkunden einen medizinischen Werdegang gebastelt und sich im Internet als plastischer Chirurg ausgegeben. Grundlegendes Wissen über die Behandlung eignete er sich im Internet an, die Eingriffe testete er zunächst an seinem eigenen Gesicht.

"Wir haben es mit einem extrem manipulativen Angeklagten zu tun, der sein gesamtes Umfeld getäuscht hat", sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer. Nur so sei es zu erklären, dass so viele Menschen auf ihn hereingefallen seien.

Der Regensburger ist kein Einzelfall. In den vergangenen Jahren standen eine ganze Reihe Hochstapler vor Gericht. Die spektakulärsten Geschichten:

Bild: AFP 27. Juli 2015, 18:302015-07-27 18:30:34 © SZ.de/feko/olkl/afis/rus