Süddeutsche Zeitung

Heiratsantrag an Malia:Kenianer bietet 50 Kühe für Obamas Tochter

Ein Kenianer macht Barack Obama ein erstaunliches Angebot. Für 50 Kühe und 70 Schafe will er die Tochter des US-Präsidenten heiraten. Auch wie das Eheleben mit Malia aussehen soll, hat er schon geplant.

Was ist passiert?

"50 Kühe, 70 Schafe und 30 Ziegen": Ein Angebot, zu dem ein Vater schlecht "Nein" sagen kann. Zumindest in Kenia. Von dort kommt nämlich diese Offerte. Gemacht hat sie Felix Kiprono, von Beruf Anwalt, 23 Jahre alt und damit im besten Heiratsalter. Skurril wird das Angebot erst durch seinen Adressaten. Der hat zwar ebenfalls kenianische Wurzeln, mehr verbindet ihn allerdings nicht mit dem Anbieter Kiprono. Der Empfänger heißt: Barack Obama und ist bekanntermaßen Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Wie bitte?

Die Popularität schreckt Anwalt Kiprono keineswegs ab, ist er doch überhaupt nicht am amerikanischen Staatsoberhaupt selbst interessiert, sondern an dessen Tochter. Die 16-jährige Malia hat es dem Mann aus Nairobi angetan. Und dessen Absichten sind durchaus nobel: "Einige mögen denken, dass ich nur an das Geld der Familie heran will. Das ist nicht der Fall. Meine Liebe ist echt", sagte er der kenianischen Zeitung The Nairobian.

Er sei bereits seit der ersten Wahl von Barack Obama im Jahr 2008 "leidenschaftlich" an dessen Familie und der älteren Tochter interessiert, erzählte er weiter. Seit Malia in sein Leben getreten sei, sei er mit keinem Mädchen ausgegangen. Ihr habe er die Treue geschworen. Auch Kipronos Familie sei mit seiner Wahl einverstanden. "Meine Eltern haben angekündigt, mir dabei zu helfen, das Brautgeld aufzubringen", sagte er.

In dem ostafrikanischen Land ist Vieh eine beliebte Mitgift. Sein Angebot sei das höchste, das ein Mitglied seiner Volksgruppe - den Kalenjin - für eine Frau machen könne. Selbst afrikanische Königsfamilien böten nicht mehr, berichtet Felix Kiprono stolz.

Es scheint als meine der Kenianer die Brautwerbung ernst. Das könnte man vermuten, denn mit Akribie hat er die Hochzeit vorbereitet. Felix Kiprono scheint an alles gedacht zu haben und hat bereits eine Chronologie festgelegt: Zunächst wolle er sich mit Malia verloben. Dann, wenn die Tochter des US-Präsidenten 18 Jahre alt - und damit auch nach kenianischem Recht - volljährig sei, wolle er sie heiraten. Sein Leben mit Malia stellt er sich "einfach" vor. Kiprono sagte The Nairobian, er wolle der Präsidententochter unter anderem beibringen, wie man Kühe melkt und Maisbrei kocht. Um die Hand der 16-Jährigen wolle er auf einem Berg in der Nähe des Landes seines Vaters anhalten. Dort würden normalerweise Anführer und Krieger seines Stammes gekrönt.

Was bleibt?

Derzeit arbeitet der junge Anwalt an einem Brief an Vater Obama. Darin will er ihm den Heiratsvorschlag unterbreiten. Der Brief soll dem Präsidenten von der Botschaft während seines geplanten Kenia-Aufenthalts übergeben werden. Während des Trips will Kiprono mit Obama über die Einzelheiten der Hochzeit verhandeln.

Die Chancen für diese transatlantische Verbindung sind schwindend gering. Zum einen ist bislang unklar, ob Obama seine Familie überhaupt mit nach Afrika bringt. Zum anderen hat Felix Kiprono ein wichtiges Detail vergessen: Malia selbst zu fragen.

Selbst wenn die Mutter von Malia, Michelle Obama, erst kürzlich in einem Interview mit dem US-Magazin Entertainment Tonight zugab, dass sie und ihr Mann momentan die letzten Menschen auf der Erde seien, die ihre Töchter sehen wollten, dürfte das kein Auswanderungsgrund für den Teenager Malia sein. Immerhin beginnt sie im Herbst mit dem Abschlussjahr an ihrer High School. Auf ihrem Plan steht büffeln und nicht Kühe melken.

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