HantavirusEine weitere Person könnte infiziert sein

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Flughafen Schiphol: Medizinisches Personal in Schutzanzügen wartet auf Patienten, die mit Verdacht auf eine Hantavirus-Infektion vom Kreuzfahrtschiff  Hondius  verlegt wurden.
Flughafen Schiphol: Medizinisches Personal in Schutzanzügen wartet auf Patienten, die mit Verdacht auf eine Hantavirus-Infektion vom Kreuzfahrtschiff Hondius verlegt wurden.
Peter Dejong/AP/dpa

Eine Flugbegleiterin hat nach direktem Kontakt zu einer mit dem Hantavirus infizierten Frau leichte Krankheitssymptome. Ein zweiter Evakuierungsflug von dem Kreuzfahrtschiff ist am Amsterdamer Flughafen Schiphol eingetroffen.

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Eine Flugbegleiterin, die im direkten Kontakt zu einer mit dem Hantavirus infizierten Frau stand, ist mit Krankheitssymptomen in ein Krankenhaus in Amsterdam eingeliefert worden. Das teilte das Gesundheitsministerium in Den Haag mit. Sie habe leichte Symptome, befinde sich in Isolation und werde nun auf das Hantavirus getestet.

Sie war in Johannesburg an Bord der KLM-Maschine gewesen, auf dem sich für eine kurze Zeit auch eine Niederländerin befand, die bald darauf möglicherweise an dem Virus starb. Diese 69-jährige Frau war Passagierin an Bord des Kreuzfahrtschiffs Hondius gewesen, auf dem es Infektionsfälle gab, und wollte am 25. April in Johannesburg mit dem KLM-Flug nach Amsterdam zurückfliegen. Doch angesichts ihres schlechten Gesundheitszustandes hatte die Crew nach einem Bericht der KLM entschieden, sie nicht mitzunehmen. Die Frau musste demnach das Flugzeug verlassen. Sie starb einen Tag später in einem Krankenhaus. Zuvor war bereits ihr Mann an Bord der Hondius gestorben.

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Auf einem Kreuzfahrtschiff sind drei Menschen an einer Infektion mit dem Erreger gestorben, drei weitere haben sich womöglich infiziert. Auch in Deutschland kommt es regelmäßig zu Ansteckungen.

SZ PlusVon Werner Bartens

Die niederländischen Behörden haben Kontakt zu allen Passagieren an Bord der KLM-Maschine aufgenommen. Sie werden den Angaben zufolge regelmäßig kontrolliert.

Derweil ist ein zweites Evakuierungsflugzeug mit einem kranken Crew-Mitglied der Hondius auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol gelandet. Der Patient wurde nach Angaben der Behörden in ein Krankenhaus gebracht.

Insgesamt waren am Mittwoch drei Menschen von Bord des Schiffes, das zu dem Zeitpunkt vor Kap Verde lag, gebracht worden: Zwei kranke Besatzungsmitglieder – ein 56-jähriger Brite und 41-jähriger ein Niederländer – sowie eine 65-jährige Deutsche.

Mehrere Passagiere hatten das Schiff verlassen, bevor der Ausbruch gemeldet wurde

Eines der beiden Crew-Mitglieder sowie die deutsche Frau waren mit dem ersten Evakuierungsflugzeug am Abend am Flughafen Schiphol gelandet. Der zweite Flug musste wegen technischer Probleme auf Gran Canaria zwischenlanden und konnte erst am frühen Morgen seine Reise nach Amsterdam fortsetzen.

Die Deutsche wurde nach der Landung am Mittwochabend nach Düsseldorf in eine Klinik gebracht. Sie hat keine Krankheitssymptome, stand aber in engem Kontakt zu der deutschen Frau, die am 2. Mai an Bord des Schiffes verstorben war, möglicherweise am Hantavirus. Das kranke Crew-Mitglied kam in die Universitätsklinik von Leiden. Unklar ist bislang, ob es sich bei der Person um den Briten oder den Niederländer handelt.

29 Passagiere hatten das Schiff nach Angaben des Reiseveranstalters bei einem Zwischenstopp auf der Insel St. Helena im Südatlantik verlassen, ⁠bevor der Ausbruch gemeldet wurde. Die niederländische Regierung spricht von 40 Personen. Unter ihnen war auch die Niederländerin, die mit KLM nach Amsterdam fliegen wollte und dann verstarb. Der Aufenthaltsort vieler der auf St. Helena ausgestiegenen Reisenden ist unklar.

Bei dem Erreger handelt es sich um den sogenannten Anden-Stamm ‌des Hantavirus. Dieser kann durch sehr engen Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen werden. Experten betonen jedoch, dass eine solche Ansteckung sehr selten ist. Dennoch sind die Gesundheitsbehörden alarmiert. Das argentinische Gesundheitsministerium kündigte an, in der südlichen Stadt Ushuaia auf Feuerland, dem Startpunkt der Kreuzfahrt, Nagetiere einzufangen und zu untersuchen.

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