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Hannover:Verdächtiges Paket in IC - Besitzer meldet sich

Deutschland - Niederlande abgesagt

In dem Intercity im Hauptbahnhof von Hannover inspizieren Polizisten einen verdächtigen Gegenstand.

(Foto: Axel Heimken/dpa)
  • Am Dienstag wurde der Hauptbahnhof in Hannover wegen eines verdächtigen Päckchens gesperrt.
  • Jetzt steht fest: Ein Ingenieur aus dem Ruhrgebiet hat das Paket vergessen, als er schnell in eine andere Bahn umsteigen musste.
  • Der Mann hatte von der Aufregung nichts mitbekommen und meldete seinen Verlust in einem Fundbüro - so kam die Polizei auf seine Spur.

"Gut gemachte Bombenattrappe"

Erst wurde das Fußballspiel Deutschland gegen die Niederlande in Hannover wegen Terroralarms abgesagt, dann meldete die Polizei, in einem IC am Hauptbahnhof sei ein verdächtiges Paket gefunden worden. Das Gebiet wurde großräumig abgeriegelt, Sprengstoffspürhunde kamen zum Einsatz. Die Rede war von einer gut gemachten Bombenattrappe.

Die Polizei wertete daraufhin Videomaterial von Überwachungskameras aus und fahndete nach dem Mann, der das Paket auf der Gepäckablage platziert und den Zug in Hannover eilig verlassen hatte. Auch auf den Hinweis einer Frau, die ihn an das Gepäckstück erinnerte, hatte er nicht reagiert.

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Nach dem abgesagten Länderspiel fahndet die Polizei in Hannover nach dem Mann, der in einem IC eine Bombenattrappe liegen ließ. Eine Frau hatte ihn angesprochen, daraufhin flüchtete er.

Vergesslicher Ingenieur meldet sich bei Fundbüro

Jetzt stellt sich heraus: Der Gesuchte ist Ingenieur, in seinem Paket befanden sich Elektrobauteile und Kabel - und die ganze Sache hat keinerlei terroristischen Hintergrund. Der Mann aus dem Ruhrgebiet hat nach Angaben der Bundespolizei versichert, dass er das Paket einfach vergaß, als er in Hannover hastig in eine andere Bahn umsteigen musste.

Dass er mit seiner Vergesslichkeit immense Aufregung auslöste, bekam der Mann anscheinend nicht mit. Am Tag nach dem Terroralarm meldete er sein Paket in einem Fundbüro im Ruhrgebiet als vermisst. Die Polizei nahm daraufhin Kontakt zu ihm auf.

Da der Mann glaubhaft versichern konnte, keine bösen Absichten gehabt zu haben, muss er nicht mit einem Strafverfahren rechnen.