Hannover (dpa/lni) - Trotz der Coronavirus-Pandemie haben 243 neue Polizeikommissarinnen und -kommissare in Niedersachsen ihr Studium beendet. Sie hätten sich während des dreijährigen Bachelorstudiums intensiv auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereitet, teilte das niedersächsische Innenministerium am Dienstag mit. Wegen der derzeitigen Einschränkungen hätten sich die Studenten der Polizeiakademie seit dem 12. März ausschließlich per Fernstudium auf die Prüfungen vorbereiten können. Die Absolventen werden von Mittwoch an auf die Polizeidienststellen im Land verteilt.
Damit sollten sie auch in dieser außergewöhnlichen Zeit dazu beitragen, die Funktions- und Handlungsfähigkeit der Polizei in Niedersachsen zu sichern, teilte das Ministerium mit. „Die Anforderungen an den Polizeiberuf sind in den vergangenen Jahren immer weiter angestiegen“, sagte Innenminister Boris Pistorius. Das Berufsbild habe sich etwa wegen der Digitalisierung oder der Herausforderungen des islamistischen und rechtsextremen Terrorismus gewandelt. „Auch die aktuelle Situation und die mit einem solchen Pandemieausbruch zusammenhängenden polizeilichen Herausforderungen sind etwas völlig Neues und zeigen, wie anspruchsvoll dieser Beruf ist“, betonte der SPD-Politiker.
Am 1. April beginnen den Angaben zufolge knapp 200 Anwärterinnen und Anwärter ihren Dienst bei der Polizei, um ihr Studium - zunächst präsenzfrei - an den Polizeiakademie-Standorten Oldenburg und Nienburg zu absolvieren.
