Hamburg (dpa/lno) - Der Hamburger Zoll hat ein System von bandenmäßig organisierter Schwarzarbeit aufgedeckt, mit dem bereits mehr als zehn Millionen Euro an Steuern und Sozialabgaben nicht gezahlt worden sein sollen. Im Zuge der fast zweijährigen Ermittlungen seien nun zwei Männer festgenommen worden, wie der Zoll am Dienstag in Hamburg mitteilte. Den beiden wird vorgeworfen, mit mehreren Servicegesellschaften dazu beigetragen zu haben, Sozialversicherungsbetrug leisten zu können.
Die Gesellschaften sollen den Erkenntnissen zufolge für ein zweites Unternehmen die Buchhaltung übernommen haben. Diese zweite Firma wiederum hatte Mitarbeiter für Pack- und Sortierarbeiten an Hamburger Logistik-Unternehmen und einen namhaften Lebensmittelhersteller vermittelt. Dabei sollen die Servicegesellschaften die tatsächlichen Beschäftigungsverhältnisse verschleiert, verfälschte Belege vorgehalten und den Finanzbehörden falsche Angaben gemacht haben. Im Zuge der Festnahmen am vergangenen Donnerstag sind auch zwei Luxuswagen sichergestellt worden. Die beiden Männer sitzen in Untersuchungshaft.
