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Hamburg:Mehrere Verdächtige wegen Anschlag auf "Mopo" festgenommen

Brandanschlag auf ´Hamburger Morgenpost"

Bei einem Anschlag auf die Hamburger Morgenpost entstand Mitte Januar erheblicher Sachschaden.

(Foto: dpa)

Sie schleuderten Steine und Brandsätze in das Redaktionsgebäude: Jetzt glaubt die Polizei, die Männer gefunden zu haben, die im Januar einen Brandanschlag auf die "Hamburger Morgenpost" verübt haben.

Sieben Wochen nach dem Brandanschlag auf die Hamburger Morgenpost sind nach Informationen der Zeitung jetzt neun Verdächtige festgenommen worden. Die Männer stünden im dringenden Verdacht, Mitte Januar in das Redaktionsgebäude mehrere Steine und zwei Brandsätze geworfen zu haben.

Nach Informationen der Mopo wurden insgesamt 21 Wohnungen durchsucht. Polizei und Staatsanwaltschaft sprachen von zwölf durchsuchten Wohnung und Gebäuden. Neben den Redaktionsräumen wurde auch eine Schule angegriffen - alle Verdächtigen seien bereits kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten und kämen "aus dem nahen Tatortumfeld" mit Verbindungen zu der Schule, hieß es.

Die neun Männer im Alter von 16 bis 21 Jahren wurden erkennungsdienstlich behandelt und anschließend wieder entlassen.

Die Brandstiftung, bei der im Archiv der Zeitung ein größerer Sachschaden entstand, ereignete sich nur wenige Tage nach dem Terroranschlag auf das Pariser Satiremagazins Charlie Hebdo und hatte auch international für Empörung gesorgt. Die Hamburger Zeitung hatte die islamkritischen Karikaturen auf ihrer Titelseite mit der Schlagzeile nachgedruckt: "So viel Freiheit muss sein!".

© SZ.de/dpa/olkl/ratz/ebri
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