Hamburger Flughafen:Ende einer „Wahnsinnstat“

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Die bewaffnete Geiselnahme am Hamburger Flughafen im vergangenen November endete mit der Festnahme des Angeklagten. (Foto: Jonas Walzberg/dpa)

Salman E. drohte, sich mit seiner Tochter in die Luft zu sprengen, nun muss der Geiselnehmer vom Hamburger Flughafen für zwölf Jahre ins Gefängnis. Vor Gericht wird es noch einmal laut.

Von Ulrike Nimz, Hamburg

Salman E. will unbedingt das erste Wort haben in dieser Urteilsverkündung. Noch während sich Besucher und Prozessbeobachter erheben, beginnt er eine Erklärung zu verlesen. Er ist aufgebracht, seine Worte überschlagen sich, sind kaum zu verstehen. Er habe das alles nur für seine Tochter getan, soll wohl der Kern der Tirade sein. Doch Torsten Schwarz, Vorsitzender Richter am Hamburger Landgericht, ruft den Angeklagten zur Ordnung: „Wir haben noch gar nicht angefangen!“

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