Hamburg: Befreites Eichhörnchen ist tot:"Gullyvers" letzte Reise

Lesezeit: 1 min

Mit dem Kopf hatte sich der kleine Nager in einem Gullydeckel verklemmt und einen Einsatz der Hamburger Feuerwehr ausgelöst: Zwar konnte Eichhörnchen "Gullyver" aus seiner misslichen Lage befreit werden - doch im Tierheim versagte dann sein Herz.

Mit seiner spektakulären Rettung hat es ein Eichhörnchen nicht nur in die Schlagzeilen geschafft - der Nager eroberte auch innerhalb eines Tages die Herzen der Hamburger. Sogar einen eigenen Namen bekam der kleine Rotschwanz verliehen: "Gullyver" taufte ihn das Hamburger Abendblatt in Anlehnung an sein Kanaldeckel-Abenteuer.

Eingeklemmtes Eichhoernchen aus Gullydeckel befreit

Mit dem Kopf hatte sich Eichhörnchen "Gullyver" in einem Kanaldeckel verklemmt.

(Foto: dapd)

Die Geschichte des tierischen Shootingstars hat alles - bis auf ein Happy End: In einem Hamburger Tierheim ist Gullyver jetzt überraschend gestorben.

Am Montag hatten Passanten in einem Kanaldeckel verklemmt ein Eichhörnchen entdeckt. Die tierlieben Ersthelfer versuchten zunächst, den Nager mithilfe von Spülmittel aus seiner misslichen Lage zu befreien. Vergeblich. Auch die Rettungsversuche der herbeigerufenen Feuerwehr scheiterten.

Schließlich wurde das Eichhörnchen mitsamt dem Kanaldeckel in ein Hamburger Tierheim gebracht. Dort bekam das leichtverletzte Tier eine Narkose und konnte schließlich mit den vereinten Kräften von Seife, Fett und Wasser von seiner kiloschweren Halskrause erlöst werden.

Dem Nager gehe es den Umständen entsprechend gut, hieß es nach der geglückten Befreiung, er bleibe zur weiteren Beobachtung vorerst im Tierheim.

Am Ende war das Abenteuer wohl doch zu aufregend für ein kleines Eichhörnchenherz: In der Nacht zum Dienstag trat Gullyver seine letzte Reise an. Sein Tod sei um 0:30 Uhr eingetreten, sagte die Sprecherin des Hamburger Tierasyls. "Wir nehmen an, dass es dem Stress erlegen ist."

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema