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Haiti nach dem Beben:Lebensmittelverteilung ohne Rangeleien

Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen startete unterdessen einen neuen Versuch, in einer großangelegten Aktion Lebensmittel zu den Not leidenden Haitianern zu bringen. Soldaten der UN-Mission Minustah, der US-Armee und haitianische Polizisten überwachten die Verteilung. Zunächst wurden keine gewaltsamen Zwischenfälle bekannt.

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Der WFP richtet 16 feste Verteilstellen in Port-au-Prince ein. In den kommenden beiden Wochen sollen auf diese Weise zwei Millionen Menschen mit Lebensmitteln versorgt werden. Die haitianische Regierung hat das Weiterverkaufen von Lebensmittelhilfe für illegal erklärt. Viele Haitianer kritisieren den Einsatz der zahlreichen Sicherheitskräfte bei der Verteilung, weil sie Unruhe bei den Wartenden provozierten.

Bei früheren Aktionen war es mehrfach zu Ausschreitungen gekommen. Die Sicherheitskräfte hatten in die Luft geschossen, um die Menge einzuschüchtern.

Es gibt jedoch auch Gegenbeispiele. Das dominikanische Rote Kreuz bringt Lebensmittel in kleinen Einheiten zu den Menschen. Und der Inhaber einer Pizzeria verteilt seit mehr als zwei Wochen Lebensmittel an Bedürftige in seinem Stadtteil. Obwohl keine Sicherheitskräfte im Einsatz sind, ist es dort bislang noch nicht zu Rangeleien gekommen.

Nach jüngsten Schätzungen sind bei dem Beben am 12. Januar 180.000 Menschen getötet und etwa 200.000 verletzt worden.