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Großbritannien:Betrunkenes Eichhörnchen randaliert in Clubhaus

Eichhörnchen liegt auf Ast

Ein Eichhörnchen ruht sich auf einem Ast aus. Eines seiner Artgenossen hat in England ein Clubhaus in verwüstet.

(Foto: dpa)

Der Raum übersät mit zerbrochenen Gläsern und Flaschen, dazu eine riesige Bierlache auf dem Boden: Die Bar eines Privatclubs in England wurde über Nacht schwer verwüstet. Doch der Randalierer war rasch gefunden.

Der Elefant im Porzellanladen hat einen schlechten Ruf, und zwar ohne, dass jemals irgendwo gerichtsfest festgestellt worden ist, dass so ein Elefant in jenem Porzellanladen tatsächlich einmal größeren Schaden angerichtet hätte.

Der Elefant hat es schwer. Das Eichhörnchen hingegen, gilt per se als niedlich. Es flitzt umher, klettert auf Bäume, knabbert Nüsse, macht also allerhand süße Eichhörnchendinge.

Doch das entspricht nicht der Wahrheit, wie ein Fall aus Großbritannien zeigt, über den unter anderem der Independent berichtet. Sam Boulter, der Sekretär des privaten "Honeybourne Railway Club" in Evesham in der Grafschaft Worchestershire, traute seinen Augen nicht, als er am vergangenen Sonntag gegen 20 Uhr am Abend das Clubhaus aufschloss: Wo sonst die Mitglieder bei einigen Pint Lager oder englischen Cider gemütlich zusammen saßen, herrschte totales Chaos. Der Raum war übersät mit Hunderten zerbrochenen Gläsern und Flaschen. Außerdem hatte sich eine gigantische Bierlache gebildet.

"Zuerst dachte ich an einen Einbrecher, aber nirgends war etwas aufgebrochen. Und dann sah ich das Eichhörnchen", sagte Boulter anschließend. Nach den Worten des Clubsekretärs kam das Tier hinter einer Kiste von Chipstüten hervor und "torkelte" dann verwirrt durch den Raum.

Offensichtlich hatte das Eichhörnchen ordentlich vom Bier getrunken. Es gelang ihm, einen der Zapfhähne hinter der Bar aufzudrehen. Ein ganzes Fass "Caffrey's Ale" ergoss sich daraufhin über die Theke auf den Boden - und ein Teil auch in den Mund des Eichhörnchens. Derart betrunken randalierte das Tier und warf etliche Gläser und Flaschen von der Bar.

Boulter und zwei andere Clubmitglieder brauchten etwa eine Stunde, um das Tier einzukreisen und einzufangen. Mit Hilfe eines Papierkorbes beförderten sie den Trunkenbold ins Freie.

Der Schaden beläuft sich auf 300 britische Pfund (etwa 430 Euro).

© SZ.de/olkl/jana
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