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Unwetter:Sturm "Ianos" erreicht Griechenland

Parthenon, Griechenland

Am Freitag soll der Sturm Athen erreichen (Symbolfoto).

(Foto: Cliff Wassmann/iStockphoto)

Der mediterrane Hurrikan hat erste Inseln von der Fährverbindung abgeschnitten. Am Freitag soll er auch die Hauptstadt Athen erreichen.

Ein schwerer Herbststurm mit den Merkmalen eines Hurrikans hat den Westen Griechenlands erreicht. Meteorologen haben ihm den Namen Ianos (lateinisch: Janus) gegeben und sprechen von einem sogenannten Medicane, einem mediterranen Hurrikan. Betroffen waren zunächst die Inseln Zakynthos und Kefalonia sowie Ithaka. Die Fährverbindungen mit dem Festland brachen zusammen.

Ein Medicane ist ein Sturmtief, das sich gegen Ende des Sommers im Mittelmeerraum bilden kann, wenn das Wasser dort noch hohe Temperaturen aufweist. Sobald er das Festland erreicht, verliert er an Heftigkeit. Begleitet wird ein Medicane von starkem Wind und Niederschlägen. "Es war ein seltenes Phänomen im Mittelmeer. Jetzt mit dem Klimawandel wird es wohl öfter vorkommen", sagte der Chef des griechischen Wetteramtes, Kostas Lagouvardos, im Staatsfernsehen. Am Donnerstagmittag erreichten die Winde auf Zakynthos die Stärke zehn bis elf, wie das Wetteramt mitteilte.

"Gehen Sie nicht auf die Straßen. Sichern Sie alles, was herumfliegen kann. Gehen Sie auf die höheren Stockwerke, wenn es Fluten gibt", sagte der Chef des Zivilschutzes, Nikos Chardalias, nach einer Krisensitzung in Athen im Staatsfernsehen (ERT). Segler wurden vom Wetteramt dazu aufgerufen, sobald wie möglich den nächsten Hafen aufzusuchen. Die Schulen in acht Regionen, über die der Medicane hinwegfegen soll, sollen am Freitag geschlossen bleiben, ordnete der Zivilschutz an.

Die Regionen, die neben den Inseln im Ionischen Meer voraussichtlich am härtesten getroffen werden, sind die Halbinsel Peloponnes, Mittelgriechenland sowie teilweise auch die Insel Kreta. "Wir können aber nicht genau sagen, wie sich der Medicane bewegen wird", sagte Meteorologe Lagouvardos. Schwere Regenfälle und stürmische Winde sollten auch Athen am Freitag treffen, hieß es.

© SZ/dpa/aner
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