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Griechenland:Deutsche Urlauberin auf Santorin von Esel totgetrampelt

  • Auf der griechischen Urlaubsinsel Santorin hat sich Medienberichten zufolge ein folgenschwerer Unfall ereignet: Eine deutsche Urlauberin wurde von einem Esel zu Fall gebracht und totgetrampelt.
  • Das Tier hatte sich von seinem Besitzer losgerissen. Die Polizei soll Ermittlungen gegen den Mann aufgenommen haben.
  • Tierschützer haben die "Esel-Taxis" in der Vergangenheit immer wieder kritisiert.

Esel bringt Deutsche auf der griechischen Insel Santorin zu Tode

Landgang endet tödlich: Eine deutsche Urlauberin ist auf der griechischen Insel Santorin von einem Esel totgetrampelt worden. Das berichtete bereits am Mittwoch das griechische Blog Greek Reporter. Am Freitag bestätigte das Auswärtige Amt der Bild-Zeitung den Tod einer Deutschen in Griechenland.

Die 67-Jährige, die mit ihrem Mann eine Kreuzfahrt im Mittelmeer machte, war in der Stadt Firá von Bord gegangen. Gemeinsam mit Freunden erkundete das Paar die Gegend. Unterschiedliche Berichte gibt es darüber, ob die Urlauber zu Fuß oder auf Eseln unterwegs waren. Weil die Insel Santorin, südöstlich des griechischen Festlandes, hügelig ist, stehen für Touristen Esel und Mulis bereit, die sie die steilen Straßen hinauf transportieren.

Ein Tier riss sich dem Bericht des Greek Reporter zufolge von seinem Besitzer los und brachte die Urlauberin zunächst zu Fall. Dann versetzte es der am Boden liegen Frau mehrere Huftritte in die Brust. Der Besitzer versuchte vergeblich, das Tier einzufangen oder zu beruhigen. Auch der Ehemann der Frau musste das Geschehen hilflos verfolgen. Er wurde später von der Polizei zurück auf das Kreuzfahrtschiff begleitet.

Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolge

Die örtlichen Behörden haben nach Bild-Informationen Ermittlungen gegen den Tierbesitzer wegen fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolge aufgenommen. Auch die deutsche Botschaft in Athen ist demnach mit dem Fall befasst.

Tierschützer kritisieren Haltungsbedingungen von Eseln auf Santorin

Etwa 360 Esel und Mulis stehen nach Informationen von Stern online täglich auf der Insel zur Verfügung. Wer sich auf diese Art die 600 Stufen vom Hafen hinauf nach Firà bringen lässt, zahlt etwa fünf Euro. Die Esel-Touren auf Santorin sind allerdings nicht unumstritten.

Der griechische Reiseblog MyGreeceTravelBlog warnt davor, die "Esel-Taxis" in Anspruch zu nehmen. Er beruft sich dabei auf Tierschützer - und sogar Kreuzfahrtlinien -, die die schlechten Haltungsbedingungen der Tiere kritisierten. Manche Besitzer würden sogar Gewalt gegen ihre Tiere anwenden.

Bereits seit 1979 gibt es als Alternative auf Santorin auch Seilbahnen, die Touristen die Berge hinauf bringen.

© SZ.de/jobr
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